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Zu Stoßzeiten ist das Internet in manchen Ortsteilen ganz schön langsam. 

Vodafone Kabel Deutschland zeigt sich kulant

Störungen im Kabelnetz

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Geretsried - Kunden des Internetanbieters Vodafone Kabel Deutschland haben seit Monaten mit Störungen zu kämpfen. Allerdings sind nicht alle Anschlüsse betroffen. Der Anbieter verspricht Besserung und zeigt sich kulant.

Das Problem ist ein Mysterium. Vodafone Kabel Deutschland hat seit Monaten mit Störungen bei den Internetanschlüssen im Kabelnetz zu kämpfen. Die Auswirkungen sind aber ganz unterschiedlich: Manche Anschlüsse, zum Beispiel an der Händelstraße, haben seit Monaten keinen Internetempfang. Genauer gesagt: Es funktionieren nur Dienste des Online-Giganten Google, andere Webseiten werden nicht geladen. In Stein dagegen läuft die Leitung offenbar stabil, berichten die Nutzer unserer Facebook-Seite. Und in Gartenberg kommt es hin und wieder zu minutenlangen Ausfällen, oder die Geschwindigkeit ist viel langsamer als gebucht. Was ist da los?

Darüber gibt es vom Unternehmen unterschiedliche Auskünfte. Ein Mitarbeiter der Vodafone-Kundenbetreuung sprach gegenüber unserer Zeitung von einer „Großraumstörung“. Und zwar nicht nur in Geretsried, sondern im gesamten südlichen Oberbayern. Wann die zu Ende geht, sei nicht absehbar. Die Techniker würden „mit „Hochdruck“ an einer Lösung arbeiten. Vodafone ist zuständig, weil der Telekommunikationskonzern den Anbieter Kabel Deutschland im vergangenen Jahr übernommen hat (siehe Kasten).

Von einer überregionalen Störung weiß Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf dagegen nichts. Der Grund für die Probleme sei vielmehr ein „Kapazitätsengpass“. Seit Sommer verzeichne der Anbieter in der Region eine sehr starke Nachfrage, sagt Petendorf auf Nachfrage. Deswegen gehe die Verbidungsgeschwindigkeit zu Stoßzeiten nach unten – die Seiten laden nur noch langsam. Das sei beispielsweise nach Feierabend und sonntagnachmittags der Fall. „Deswegen müssen wir dringend die Kapazitäten erhöhen.“

Seit August laufe ein Ausbauprogramm. Mit dem will der Anbieter die Leistungsfähigkeit seines bestehenden Netzes erhöhen. „Wegen der Arbeiten kann es vorkommen, dass die Verbindung hin und wieder für ein paar Minuten schwankt“, erklärt Petendorf. Abgeschlossen sei der Prozess im Frühjahr. „Dann haben wir wieder den Zustand, den die Leute vor den Sommermonaten von uns gewohnt waren.“

Dass das Netz überlastet ist, hat Vodafone Kabel Deutschland selbst beobachtet: Man messe ständig den „Traffic“, also die übertragene Datenmenge. Zudem hätten sich mehrere unzufriedene Kunden gemeldet. Im Gespräch mit der Kundenbetreuung gebe es dann „Mittel und Wege, den Kunden wieder gnädig zu stimmen“, deutet Petendorf an. Schließlich sei sein Unternehmen erst kürzlich wegen seiner Kundenfreundlichkeit ausgezeichnet worden. Denkbar sind etwa zeitweise Vergünstigungen bei der Anschlussgebühr.

Beim monatelangen Totalausfall an der Händelstraße zeigte sich das Unternehmen zumindest sehr kulant. Zunächst erließ das Unternehmen einer betroffenen Familie, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, die monatliche Grundgebühr. Nachdem noch immer nicht klar ist, wann das Problem gelöst wird, stimmte der Anbieter der vorzeitigen Auflösung des Vertrags zu.

Sebastian Dorn

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