Viel Spaß hatten Klein und Groß auf dem Waldsommer. Hinter den Kulissen aber gab es Unstimmigkeiten.
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Viel Spaß hatten Klein und Groß auf dem Waldsommer. Hinter den Kulissen aber gab es Unstimmigkeiten.

Corona-Auflagen

Streit um Waldsommer: Das sagt der Bürgermeister

Am Rande des Waldsommers gab es Unstimmigkeiten zwischen Festwirt Christian Fahrenschon und Drittem Bürgermeister Gerhard Meinl. Nach seinem Urlaub äußert sich Rathauschef Michael Müller.

Geretsried – Für Bürgermeister Michael Müller (CSU) ist das Tischtuch zwischen Christian Fahrenschon, Veranstalter des Geretsrieder Waldsommers, und der Stadt noch nicht zerschnitten. „Von unserer Seite besteht auf jeden Fall Gesprächsbereitschaft“, betont er. Müller war am Mittwoch den ersten Tag nach längerem Urlaub wieder im Amt. Deshalb konnte und wollte er auf Nachfrage unserer Zeitung nur kurz zu den Vorfällen in der vergangenen Woche Stellung nehmen.

Wie berichtet hatte Fahrenschon den Waldsommer einen Tag früher als vereinbart beendet, weil er sich von Müllers Stellvertreter Gerhard Meinl (CSU) wenig entgegenkommend behandelt fühlte. Der Festwirt wollte bei schlechtem Wetter mit kaum Besuchern weniger Sicherheitspersonal als per Bescheid geregelt einstellen, was Meinl ablehnte.

„Bescheide sind einzuhalten“, stellt sich Müller klar hinter den Dritten Bürgermeister und das städtische Ordnungsamt. Die Sicherheit habe in Corona-Zeiten Vorrang. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn aufgrund einer Nachlässigkeit des Rathauses die Infektionszahlen im Landkreis durch den Waldsommer deutlich gestiegen wären, sagt er. Das müsse ein Veranstalter verstehen.

Nach der Kündigung des sich jährlich automatisch verlängernden Vertrags mit der Stadt durch Christian Fahrenschon wird diese das Sommerfest zeitnah neu ausschreiben. „Jeder Wirt muss rechtzeitig planen, wenn die nächste Saison für ihn im März losgeht“, weiß Müller. Die Familie Fahrenschon könne sich gerne erneut bewerben. „Ich wünsche mir, dass nach dem Streit wieder Ruhe einkehrt“, sagt der Rathauschef. Fest stehe für ihn, dass Geretsried auch 2022 – immer unter Berücksichtigung der Pandemie-Entwicklung – ein Volksfest haben wolle. Müller: „Ich kenne es von Kindheit an nicht anders und möchte es auf keinen Fall missen“.    tal

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Auf dem Penzberger Volksfest, das am morgigen Freitag startet, soll es nun doch keinen kleinen Freizeitpark mit Fahrgeschäften geben. Das teilte Christian Fahrenschon am Mittwoch mit. Die Auflagen des Landratsamts seien zu hoch gewesen, begründet der Festwirt diese Entscheidung.

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