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Ein Pumpschacht muss noch an die neue Ultrafiltrationsanlage angeschlossen werden.

Ultrafiltrationsanlage geht möglicherweise erst im Januar in Betrieb

Trinkwasser-Aufbereitung: Sicherheit geht vor

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Geretsried - Seit Ende 2013 wird das Trinkwasser in Geretsried gechlort. Bis die neue Filteranlage in Betrieb geht, könnte es Januar werden.

Stimmt der Stadtrat zu, wird das Trinkwasser ab Januar teurer in Geretsried. Gleichzeitig sinkt der Abwasserpreis. Diesen empfehlenden Beschluss fasste der Verwaltungsrat der Stadtwerke am Donnerstagabend. Grund für die Preissteigerung ist die Finanzierung der neuen 4,6 Millionen Euro teuren Ultrafiltrationsanlage zur Trinkwasseraufbereitung, die derzeit gebaut wird. Möglicherweise wird es allerdings Januar, bis die Anlage ans Netz geht.

Die Mehrbelastung für die Geretsrieder beträgt wie berichtet insgesamt zehn Cent pro Kubikmeter: Der Trinkwasserpreis steigt um 30 Cent auf 1,92 Euro netto, der Abwasserpreis sinkt um 20 Cent auf 2,44 Euro netto. Mit dieser Anpassung gehen noch ein paar Änderungen einher, erklärte Stadtwerke-Leiter Jan Dühring. Bei der Ermittlung für Herstellungsbeiträge für übergroße Grundstücke im Innenbereich gibt es bislang eine Sonderregelung. Diese Regelung sei aus Gründen der Ungleichbehandlung von Rechts wegen für nichtig erklärt worden. Deshalb soll dieser Passus aus der Wasserabgabesatzung gestrichen werden. In der Praxis sei die Regelung wenig relevant – weil es im Innenbereich kaum solche Grundstücke gibt.

Auch die Entwässerungssatzung soll in zwei Punkten angepasst werden. Einmal geht es um den Starkverschmutzerzuschlag. Hier soll der Zeitraum, in dem der Zuschlag in voller Höhe fällig wird, neu gestaffelt werden. Betroffenen Anschlussnehmern will man so mehr Zeit verschaffen, um das verschmutzte Abwasser, das sie verursachen, mit entsprechenden Maßnahmen zu reduzieren. Ebenfalls nicht rechtskonform ist die Bagatellgrenze bei so genannten Gartenwasserzählern, die bei zwölf Kubikmetern liegt. Dühring zufolge muss eine verbrauchsgenaue Abrechnung erfolgen. Deshalb soll auch in diesem Fall ein Passus aus der Satzung gestrichen werden.

Auch über den Baufortschritt an der Ultrafiltrationsanlage berichtete der Stadtwerke-Leiter. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit die Anlage zur Aufbereitung des Trinkwassers noch im Dezember ans Netz gehen kann. An die 14 Handwerker sind derzeit mit dem Innenausbau und der Vernetzung von Steuerungen beschäftigt. Die Trinkwasserleitungen sind bereits alle verlegt. Sie „stehen am Gebäude an“ und müssen „nur noch“ umgeschlossen werden, erklärte Dühring. Was das Abwasser anbelangt, müsste noch ein Pumpschacht an die Anlage angebunden werden. Der Stadtwerke-Chef: „Es gibt schon noch was zu tun, aber es könnte noch klappen, dass wir im Dezember ans Netz gehen.“ Aber man wolle kein Risiko eingehen. Deshalb könnte es auch Januar werden, bis die neue Filteranlage in Betrieb genommen wird.

Ist das der Fall, werden die Stadtwerke erst einmal ein paar Tage abwarten. Sobald die Anlage einwandfrei läuft, können die Bürger auf das Abkochen verzichten. Die Chlorung hingehen werde stufenweise heruntergefahren, kündigte Dühring an. Das hängt mit dem Biofilm in den Leitungen zusammen.

Bürgermeister Michael Müller (CSU) lobte die Kooperation mit der Gemeinde Königsdorf, deren Trinkwasser ebenfalls in der neuen Anlage aufbereitet wird. „Das hat perfekt funktioniert“, sagte der Rathauschef. „Das nenne ich eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit.“

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