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Wird ab November abgerissen: Die Häuserzeile an der Egerlandstraße 58 bis 74. Die meisten Wohnungen stehen bereits leer. 

Im November soll es losgehen 

Neubau im Zentrum: Trotz Klage hält Baugenossenschaft an Plänen fest

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Trotz eingereichter Klage hält die Baugenossenschaft Geretsried an ihren Neubauplänen fest. Im November will sie mit dem Abriss des Altbestands beginnen.

Geretsried– Die Baugenossenschaft (BG) bleibt dabei: Im November soll der Abbruch der Gebäude an der Egerlandstraße 58 bis 74 beginnen. Anschließend errichtet die BG das neue Wohn- und Geschäftshaus BGZ2 samt Tiefgarage.

Gegen den entsprechenden Bebauungsplan läuft eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgericht München. Die Interessengemeinschaft (IG) „Pro Egerlandstraße“ hat diese eingereicht. Sie ist laut Frederik Holthaus, Geschäftsführer des benachbarten Isar-Kaufhauses und Sprecher der IG, juristische Voraussetzung für spätere eventuell mögliche Zivilklagen gegen die BG. Eine gütliche Einigung der beiden Parteien über mögliche Ausgleichszahlungen an ihre Mitglieder während der Bauzeit der Tiefgarage in der Egerlandstraße in den Jahren 2020 bis 2022 war gescheitert, wie Holthaus kürzlich mitteilte.

Warum, dazu äußert sich BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig nicht. „Wir haben bezüglich unserer gemeinsamen Gespräche Stillschweigen vereinbart. An diese Vereinbarung werden wir uns selbstverständlich halten“, teilt er auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Holthaus bezeichnet die Verhandlungen in einer Pressemitteilung als „lang und fair“.

Um eine Klage abzuwenden, hatte im März auch Bürgermeister Michael Müller die beiden Streitparteien zum Gespräch ins Rathaus geladen. Als Ombudsmann stehe der Rathauschef auch in Zukunft zur Verfügung, sagt Ute Raach, geschäftsleitende Beamtin. Dass die Angelegenheit nun vor Gericht entschieden wird, bereitet der Verwaltung keine großen Sorgen, jedoch einen gewissen Arbeitsaufwand. „Das Gericht hat uns aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben“, so Raach. Diese werde aktuell vorbereitet und im September übergeben. „Und dann harren wir der Dinge“, so die geschäftsleitende Beamtin. Ihrer Meinung nach sei die Baugenehmigung bestandskräftig. „Wir haben alles korrekt und rechtlich genau behandelt.“

Das Haus an der Egerlandstraße 58 bis 74 wird derweil zusehends leerer. Aktuell wohnen laut Selig noch zwölf Parteien darin. Sie werden „mit der Fertigstellung unseres Neubaus an der Siebenbürger Straße 29 bis 31 im Herbst diesen Jahres dorthin umziehen“, so der BG-Geschäftsführer.

Wenn es im Anschluss ab Ende des Jahres abgerissen wird und sich die Egerlandstraße in eine Großbaustelle verwandelt, fürchten die anliegenden Ladenbetreiber, dass die Kunden ausbleiben. Die Geschäftsleute am Karl-Lederer-Platz haben diese intensive Zeit dann hinter sich. Am 30. November soll der umgestaltete Platz eröffnet werden. 

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Während der Bauzeit warb die Stadt mit Aktionen, Plakaten und Flyern dafür, weiterhin im Zentrum einkaufen zu gehen. Angebote an Ladenbetreiber, sich daran zu beteiligen, „wurden nur partiell angenommen“, sagt Raach. Sie geht dennoch davon aus, dass das Baustellenmarketing für die „Neue Mitte“ in dieser Form für die Egerlandstraße weitergeführt wird. „Es hat sich gezeigt, dass es vernünftig ist, dass sich Investoren, Bauherren und Stadt gemeinsam Gedanken machen und austauschen“, erklärt die geschäftsführende Beamtin. Probleme könnten so konstruktiv angegangen werden.

sw

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