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Nach S7-Unglück: Firmen Tyczka und Pulcra sind von der Versorgung abgeschnitten

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Von: Volker Ufertinger

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Ein Blick in das Hochregallager
Pulcra Chemicals am Isardamm verarbeitet Chemikalien für die Textil-, Faser- und Lederindustrie. Das Unternehmen wird normalerweise einmal wöchentlich über das Industriegleis versorgt. Unser Foto zeigt einen Blick ins Hochregal-Lager. © Pulcra Chemicals

Noch diese Woche ist die S7 gesperrt - und damit auch das Industriegleis. Bei den Firmen Tyczka und Pulcra, die darüber versorgt werden, geht der Betrieb aber weiter.

Geretsried – Eine gute Woche ist vergangenen, seit etwa 500 Meter nördlich des Haltepunkts Ebenhausen auf der Strecke der S7 zwei S-Bahnen kollidiert sind. Die schreckliche Bilanz: Ein Toter und 18 Verletzte. Die Strecke kann seither nicht befahren werden. Leidtragende sind neben den vielen Pendlern auch zwei Geretsrieder Firmen, die über das Industriegleis beliefert werden, nämlich Flüssiggas-Lieferant Tyczka an der Blumenstraße und das Unternehmen Pulcra am Isardamm, wo Chemikalien für die Textil-, Faser- und Lederindustrie gefertigt werden. Stehen jetzt dort die Räder still?

Sehr viel länger sollte die Sperrung nicht andauern

Nein, das tun sie nicht. Wie der Standortleiter von Pulcra, Max Sutter, auf Nachfrage erklärt, geht der Betrieb – Stand jetzt – ganz normal weiter. „Es gibt Lagerkapazitäten, mit denen wir arbeiten.“ Ob sie knapp werden, hängt davon ab, wie lange der Bahnverkehr ruht. „Wenn die Sperrung, wie von der Bahn angekündigt, nur diese Woche dauert, kommen wir mit einem blauen Auge davon.“ Wenn nicht, greifen Notfallpläne. Auf die Straße kann das Gefahrgut allerdings nicht verlagert werden, das ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Pulcra wird einmal pro Woche von Unternehmen aus ganz Europa beliefert.

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Ähnlich schaut es bei Tyczka aus. Auch hier ist der Betrieb nicht gefährdet. „Die Gleissperrung wird für unsere Kunden nicht spürbar werden“, erklärt Unternehmenssprecher Ulrich Hanke. Er räumt allerdings ein, dass der Aufwand, den Tyczka betreiben muss, sehr hoch ist. „Die Lage führt bei uns zu signifikanten logistischen Extra-Aufwänden.“ Die Versorgung des Lagers in Geretsried erfolge derzeit vorübergehend über die Straße und nicht über die Schiene.

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