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Große und kleine Trachtenträger: Zum Abschluss des Tanzworkshops in Pusztavám gab es ein Erinnerungsfoto. 

Drei Nationen tanzen miteinander

Ungarndeutsche reisen für Workshop nach Pusztavám

Geretsried/Pusztavám – „Freundschaft – das ist wie Heimat“: Im Sinne dieses Zitats des deutschen Schriftstellers Kurt Tucholsky trafen sich kürzlich Tanzgruppen aus Geretsried und Nickelsdorf/Österreich im ungarischen Pusztavám zu einem internationalen Tanzworkshop.

Aus Geretsried reiste laut Pressemitteilung die Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn mit neun Personen an. Unter der Leitung von Astrid Völler brachten die Geretsrieder ihren österreichischen und ungarischen Freunden die Traditionen aus der alten Heimat nahe. Die Nickelsdorfer unter der Führung von Paul Haider und die Pusztavámer unter der Leitung von Atilla Stettner brachten ihrerseits den Geretsriedern Volkstänze aus dem Burgenland und aus Ungarn näher.

Im Kulturhaus der Gemeinde nahe dem Geretsried-Park, der im Jahr 2014 durch die drei Bürgermeister Michael Müller (Geretsried), Gerhard Zapfl (Nickelsdorf) und Laszlo Merkatz (Pusztavám) eingeweiht wurde, studierten die Tanzgruppen aus den drei Nationen ein Wochenende über gemeinsam die jeweiligen Volkstänze ein. „Höhepunkt des Workshops war der Ball am Samstagabend, den die Pusztavámer zu Ehren ihrer Freunde veranstalteten“, teilt Tobias Jantschek mit. In diesem Rahmen führten die verschiedenen Gruppen die jeweiligen Tänze gemeinsam auf, die sie im Workshop miteinander einstudiert hatten. Die Grußworte an die Freunde aus Bayern und dem Burgenland seitens der Ungarn sprach an diesem Abend der Bürgermeister von Pusztavám, Laszlo Lisztmayer.

Nach schwungvollen und geselligen Stunden stand am Sonntagvormittag „die Archivierung des Erlernten“ auf dem Programm. Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete der Workshop, bevor sich die Geretsrieder und die Nickelsdorfer auf ihren Heimweg machten.

Im Jahr 2015 fand der Workshop zum ersten Mal in Nickelsdorf statt. Im kommenden Jahr werden die Geretsrieder das gemeinsame Tanzwochenende ausrichten, „um die langjährigen Städtefreundschaften weiterhin aktiv mit Leben“ zu füllen. Jantschek: „Schon jetzt freut sich die Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn, ihren langjährigen Freunden aus der Ferne eine Heimat für die nächste Volkstanztagung bieten zu können.“ 

red

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