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Zu einer empfindlichen Geldbuße wurde ein Mann verurteilt, der einen Polizisten beleidigt hatte. 

Kurioser Prozess am Amtsgericht

Weil Polizei keine Fahndung einleitet: Anrufer beleidigt Polizisten

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Geretsried - Ein Schlosser hat immer wieder das Gefühl bedroht zu werden - so auch kürzlich. Als ein Polizist sich weigerte, eine Fahndung einzuleiten, wurde er ausfallend. Und muss jetzt 450 Euro Strafe zahlen. 

Der Mann auf der Anklagebank und der Polizist am Zeugentisch kennen sich gut. Sie telefonieren häufig miteinander. Am 26. November vorigen Jahres „hatte ich mal wieder das Vergnügen“, sagte der Beamte. „An dem Abend haben wir mehrfach telefoniert.“ Allerdings mit unbefriedigendem Ergebnis für den Angeklagten. Der hat seinen letzten Anruf bei der Polizeiinspektion Geretsried mit dem Spruch „Jeder Gendarm ist in meinem A…. daheim“ beendet. Der Polizist nahm das persönlich, weshalb der 52-jährige gelernte Schlosser sich wegen Beleidigung vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Wie häufig, wenn er den Notruf wählt, hatte der Anrufer behauptet, bedroht zu werden. Ein ihm unbekannter Herr mit Hund habe gedroht, ihn umzubringen, sagte ein Polizeibeamter in der Verhandlung. „Ich hätte gern gehabt, dass eine Fahndung eingeleitet worden wäre“, erläuterte der Angeklagte. „Ich war sauer, dass keiner gekommen ist.“ Deshalb hatte er zwischen 20 Uhr und 23 Uhr gleich mehrmals angerufen. Am Ende fiel der fatale Satz.

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Der Angeklagte entschuldigte sich. „Ich wollte sie nicht beleidigen. Es tut mir leid, wenn Sie das so empfunden haben.“ Der Spruch stamme aus einem Lied, „in dem es inhaltlich um das Verhalten der Polizei geht“. Er habe sich an jenem Abend von der Polizei verlassen gefühlt und seinen Unmut nur gegenüber seiner neben ihm im Auto sitzenden Tochter zum Ausdruck bringen wollen. 

Richter Helmut Berger schenkte dem keinen Glauben. „So geht’s einfach nicht“, stellte Richter er fest. „Das ist eine Beleidigung, die sich ein Polizist nicht bieten lassen muss.“ Er verurteilte den Geretsrieder zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 15 Euro, gesamt 450 Euro. Damit kam er relativ glimpflich davon. Im Strafbefehl, gegen den der 52-Jährige Einspruch eingelegt hatte, betrug die Strafe noch 1600 Euro.

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