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Jetzt geht’s los: Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstag den Baubeschluss für das neue Hallenbad gefasst. 

Stadtrat bringt Interkommunales Hallenbad auf den Weg 

Geretsried will endlich das Hallenbad bauen

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Geretsried bekommt ein neues Hallenbad. Der Stadtrat hat am Dienstag den Baubeschluss gefasst. Das Bad wird durch die langwierige Entscheidungsphase teurer als zunächst gedacht.

Geretsried – „Wir beginnen ab morgen mit dem Bauen“, sagte Bürgermeister Michael Müller. als der Tagesordnungspunkt „Neubau interkommunales Hallenbad“ beendet war. Ganz so schnell wird es zwar nicht gehen, der Stadtrat hat aber einstimmig entschieden, das neue Hallenbad an der Adalbert-Stifter-Straße zu bauen. Kosten: 15,3 Millionen Euro brutto.

Stadt muss neue Vorschriften berücksichtigen

„Seit der Kostenberechnung sind einige Jahre ins Land gegangen“, erklärte Stadtarchitekt Christian Müller in der Sitzung. Zuletzt war im Dezember 2016 von 13,6 Millionen Euro die Rede. Damals hatte Müller allerdings nur die indexmäßige Erhöhung der Baukosten um 2,5 Prozent pro Jahr berücksichtigt. Inzwischen hat der beauftragte Architekt Bert Hoffmann die Entwurfsplanung aus dem Jahr 2013 überarbeitet. Es bleibt bei Sport-, Sprung-, Lehrschwimm- und Kinderplanschbecken. Im Wesentlichen musste Hoffmann den Plan an die neuen technischen und baulichen Vorschriften anpassen. Das betrifft etwa die Lüftungsanlage und die Dachentwässerung. Auf Wunsch des Stadtrats wurde die geplante Sauna zurückgestellt. Außerdem wollen die Stadtwerke das Hallenbad mit einer Hackschnitzelheizung betreiben – ursprünglich war von Geothermie die Rede. Insgesamt steigt die Investitionssumme damit von den 2013 berechneten Kosten ohne Sauna (rund 11,9 Millionen Euro) um etwa 3,4 Millionen.

Ursprung der Kostensteigerung wird geprüft

Laut Bürgermeister Müller werden 4,2 Millionen Euro durch den staatlichen Zuschuss gedeckt. 6,9 Millionen übernimmt Geretsried. 800 000 Euro teilen sich der Landkreis und die übrigen Kommunen. „Wir sind dran, ob wir den Zuschuss erhöhen können“, sagte Müller am Dienstag. Hoffnungen wolle er aber nicht machen. Auch die anderen Kommunen würden die Kostenmehrung nicht tragen, kommentierte Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl (CSU). Derzeit werde die Vereinbarung mit den anderen Kommunen finalisiert, damit sie zeitnah an diese weitergeleitet werden kann und die Gremien darüber abstimmen können, heißt es dazu aus der Pressestelle des Rathauses. Dazu werde der Ursprung der Kostensteigerung genau geprüft. „Lediglich die Kostenanpassungen, die sich nachweislich auf das gemeinsame Hallenbad beziehen, werden im vereinbarten Rahmen berücksichtigt.“

Viele Bäume werden gefällt

Über die gestiegenen Investitionskosten diskutierte der Stadtrat nicht mehr. Auch nicht über die Betriebskosten, bei denen ein jährliches Defizit auf die Stadt zukommt. „Wir müssen jetzt endlich zu Potte kommen“, sagte Wolfgang Werner (SPD). Seine Kollegen sahen das ähnlich. Volker Witte (Grüne) stellte klar, dass seine Partei immer für das Hallenbad war. „Aber nicht für diesen Standort.“ Vor dem Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2018 werden 800 Quadratmeter Stadtwald gerodet. „Es tut mir weh, dass so viele Bäume gefällt werden“, so Witte. Dem schloss sich der Bürgermeister an. Aber: „Am Ende ist es eine Frage der Abwägung. Der Standort in Schulnähe ist gut.“

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