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Groß war der Ansturm im Sommer, als „The Heimatdamisch“ ein Konzert in der Tölzer Marktstraße gab. 

Kostenloses Großereignis beim Waldsommer

Geretsried wird „Heimatdamisch“: Neue Veranstaltungsreihe geplant

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Der Kulturverein Isar-Loisach plant eine neue Veranstaltungsreihe zum Thema „Heimat“. Höhepunkt soll das kostenlose „Heimatdamisch“-Konzert beim Waldsommer sein.

Geretsried – Über 7000 Zuschauer strömten in die Tölzer Marktstraße, als „The Heimatdamisch“ dort im vergangenen Sommer ein kostenloses Konzert gab. Ein ähnliches Spektakel erwartet die Geretsrieder heuer beim Waldsommer. Am 1. August tritt die bayerische Partyband im Festzelt auf – bei freiem Eintritt.

Das Konzert ist Teil der Veranstaltungsreihe zum Thema „Heimat“, die der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) organisiert. Ein entsprechendes Konzept mit Start im März hatte der Vorstand vergangenen November im Kulturausschuss vorgestellt. Das Gremium bewilligte einen Zuschuss von 30 000 Euro für das insgesamt 39.000 Euro teure Projekt (wir berichteten). „Im Jahr der Landtagswahl wollen wir parteiunabhängig zeigen, was uns an unserer Heimat wichtig ist“, sagt Vorsitzende Assunta Tammelleo. An ein paar Details wird noch gefeilt, die meisten Programmpunkte stehen aber bereits fest.

„Wenn Kultur immer kostet, sind immer die Gleichen nicht dabei“

Das Konzert von „The Heimatdamisch“, Bandleader ist der Tölzer Florian Rein, soll ein großes Event werden. Dass die Besucher keinen Eintritt dafür zahlen müssen, begeistert Tammelleo besonders. „Wenn Kultur immer kostet, sind immer die Gleichen nicht dabei“, sagt sie. Damit alle Interessierten kommen können – zumindest bis das Festzelt voll ist –, würden der KIL und Festwirt Christian Fahrenschon die Kosten tragen.

Bereits nächste Woche – zum Internationalen Frauentag am Donnerstag, 8. März, – findet im Geltinger Hinterhalt eine Veranstaltung statt. Sie dreht sich um die vergessene bayerische Schriftstellerin Emerenz Meier. „Um jemanden, der von hier vertrieben wurde nach anderswo“, unterstreicht Tammelleo. Der offizielle Start der Veranstaltungsreihe „Heimat“ soll ein Malwettbewerb mit dem Arbeitstitel „Ich male meine Heimat“ bilden. „Wir schreiben in den nächsten zwei, drei Wochen die Schulen und Kindergärten an“, erklärt Vize-Vorsitzende Andrea Weber. Aktuell arbeite der Verein noch an der Umsetzung des Wettbewerbs. Weber hofft, dass möglichst alle heranwachsenden Geretsrieder mitmachen und so über ihre Heimat nachdenken. Die Bilder werden im Anschluss von einer Jury, bestehend aus Künstlern und Kulturschaffenden, begutachtet. Die Gewinner-Werke sollen in einer Ausstellung zu sehen sein. Das Mitmachen lohnt sich aber für jeden: „Wir wollen alle zu einem Kindertheater einladen“, verrät Weber.

Hoffen auf einen bestimmten Gast: Peter Maffay

Geplant ist außerdem eine Hommage an den heimischen Dichter Oskar Maria Graf mit dem „Grafical“ von Georg Unterholzner im April im Hinterhalt. Fest steht auch, dass der Sirenenchor bei einem Integrationsfest im Mai in Stein auftreten wird. Arbeiten muss der Verein aber noch für den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe im September: eine Podiumsdiskussion. „Wir haben Prominente aus der Stadt angefragt, aber noch keine verbindlichen Zusagen bekommen“, so Tammelleo. Der KIL hofft auch auf einen ganz besonderen Gast auf dem Podium: Peter Maffay. Als Künstler mit Vertriebenenhintergrund würde er sich gut in das Heimat-Konzept einfügen. Eine Idee ist, dass die Tölzer Künstlerin Bo Starker den Musiker porträtiert. Ob Peter Maffay nach Geretsried kommt, ist aber noch ungewiss. Er war bisher für den KIL nicht greifbar. Tammelleo: „Er ist auf Tournee. Uns wäre aber daran gelegen, dass er kommt.“

Der Verein steht in engem Kontakt mit der Stadt – so war es der Wunsch des Ausschusses. Kulturreferent Hans Ketelhut ist voll des Lobes: „Der KIL setzt sich toll ein, und wir freuen uns darüber.“ Eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Heimat“ passe sehr gut zu Geretsried.

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