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Die Nikolauskapelle muss dringend saniert werden - Es fehlen 120.000 Euro

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Von: Peter Herrmann

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Vorstand Interessengemeinschaft Niklauskapelle (v.li.) Schriftführerin Christiane Brückner, Vorsitzender Florian Sachers und dessen Vize Josef Urso.
Eine Interessengemeinschaft kümmert sich um den Erhalt der fast 300 Jahre alten Kapelle. Der Vorstand besteht aus: (v. li.) Schriftführerin Christiane Brückner, Vorsitzender Florian Sachers und dessen Vize Josef Urso. © Peter Herrmann

Die fast 300 Jahre alte Nikolauskapelle gegenüber dem Gasthof Geiger muss dringend saniert werden. Es gilt, eine Finanzierungslücke von 120.000 Euro zu schließen.

Geretsried – Anno 1722 ließ das Kloster Benediktbeuern gegenüber des heutigen Gasthofs Geiger an der B11 ein kleines Gotteshaus errichten. In den Nachkriegsjahren war der bauliche Zustand der St.-Nikolaus-Kapelle so besorgniserregend, dass sich 1967 eine Interessengemeinschaft (IG) gründete und fortan maßgeblich zur Renovierung beitrug. Dass es weiterhin viel zu tun gibt, zeigte sich bei der jüngsten Mitgliederversammlung im Pfarrheim der Kirche Maria Hilf.

„Das Dach ist aufgrund der provisorischen Abdichtung der offenen Stellen mit Blechstreifen derzeit dicht“, berichtete Vorsitzender Florian Sachers. Danach legte er eine umfangreiche Kostenberechnung für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen vor. Nach Abstimmung mit dem Denkmalamt sei mittlerweile mit einer Gesamtsumme von 390 000 Euro zu rechnen. „Dies bedeutet eine Kostenverdopplung der ersten Schätzung, die ohne Planung und Begutachtung des Dachstuhls ausgesprochen wurde“, bedauerte der IG-Vorsitzende. So listet ein aktuelles Gutachten umfangreiche Holzschäden aus Pilz- und Insektenbefall auf. Zudem sei die für die Renovierungsmaßnahmen erforderliche Gerüst-Einhausung des Turms aufwendig und kostspielig.

Geretsried
Der bauliche Zustand der Nikolauskapelle ist bedenklich. Unter anderem hat Pilz das Holz befallen. © Hans Lippert

Um die Finanzierung zu ermöglichen, zählt die Interessengemeinschaft auf die Unterstützung des Ordinariats, Spenden aus der Öffentlichkeit und eine großzügige Beteiligung durch die Stadt. „Ich hoffe, dass die Stadträte trotz Haushaltskonsolidierung für einen ausreichend hohen Beitrag stimmen werden, sodass die Sanierung bald starten kann“, unterstrich Sachers. Die derzeitige Finanzierungslücke bezifferte er mit etwa 120 000 Euro.

In diesem Zusammenhang bedankte sich der IG-Vorsitzende für bereits 2020 eingegangene Spenden der Baugenossenschaft sowie der Trachtengruppen der Banater Schwaben, der Deutschen aus Ungarn und der Südostdeutschen Landsmannschaft. Pandemiebedingt konnten in der Kapelle seit März 2020 keine Taufen mehr stattfinden. Umso mehr fiebert die Interessengemeinschaft den Jubiläumsfeierlichkeiten entgegen, die wahrscheinlich am zweiten Septemberwochenende 2022 viele Besucher in die Kapelle locken sollen.

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Formsache waren abschließend die per Akklamation durchgeführten Vorstandswahlen, bei denen die Mitglieder den Vorsitzenden Florian Sachers einstimmig in seinem Amt bestätigten. Unterstützung erhält er vom Zweiten Vorsitzenden Josef Urso und dem katholischen Stadtpfarrer Andreas Vogelmeier, der sich als Dritter Vorsitzender engagiert. Schriftführerin bleibt Christiane Brückner.

Info
Informationen zur St.-Nikolaus-Kapelle sowie das Spendenkonto der Interessengemeinschaft sind unter www.stadtkirche-geretsried.de abrufbar. Für die Einsendung von Dokumenten zur Geschichte ist der Verein immer dankbar.

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