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Flaniermeile: Bei gutem Wetter waren am Samstag zahlreiche Besucher auf der gesperrten Egerlandstraße und dem Karl-Lederer-Platz unterwegs. Am Sonntag – es regnete die meiste Zeit – machte das Wetter den Veranstaltern der Mobilitätstage einen Strich durch die Rechnung.

Zweite Mobilitätstage im Stadtzentrum

Vom Mini bis zum Siebensitzer

Geretsried - „Bei uns bewegt sich was“, hat ProCit als Veranstalter die zweiten Geretsrieder Mobilitätstage mit Autoschau überschrieben. Auf zwei, drei und vier Rädern, zu Fuß und sogar schwebend waren die Besucher am Samstag und Sonntag unterwegs.

Der Aero-Trimm der Gesundheitskasse AOK machte es möglich: In dem dreiachsigen Trainingsgerät bewegte man sich durch Gewichtsverlagerung in allen Ebenen, man hatte das Gefühl von Schwerelosigkeit. In der Medizin werde der Aero-Trimm unter anderem zur Stärkung der Wirbelsäulenmuskulatur eingesetzt, erklärten die AOK-Mitarbeiter am Stand. Vor allem junge Leute probierten ihn aus, die Älteren befürchteten, es könnte ihnen schwindlig werden.

Für die Elektro-Bikes des Wolfratshauser Fahrradhändlers Helmut Oswald dagegen interessierte sich das Publikum zwischen 30 und 75 Jahren. Fachverkäufer Andreas Fischer hatte unter anderem ein Bosch-500 mitgebracht, ein E-Bike mit bis zu 140 Kilometern Akku-Reichweite. Etwas mehr plagen mussten sich die Besucher am Stand des VdK. Mit den Rollstühlen des Sozialverbands galt es, als Fahrer oder Schiebender einen Hindernisparcours zu meistern. Am Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) war Verkehrswissen gefragt. Die 19 Fragen zu Regeln für Radler waren ganz schön kniffelig.

Alles gut festgezurrt? In diesem Schlauchboot ließ es sich hervorragend spielen.

Um Nachwuchs warb das Technische Hilfswerk, das zudem die Gelegenheit nutzte, einen neuen Koch zu suchen. „Das ist einer der wichtigsten Posten, denn eine hungrige Mannschaft kann nur halb so viel leisten“, erklärte Truppführer Ludwig Irmer. Angesichts der zahlreichen Food Trucks, Essens-Stände mit Hot Dogs, Hamburgern und Sandwiches, brauchte von den Besuchern niemand hungrig zu bleiben. Abtrainieren kann man überflüssige Pfunde demnächst im ehemaligen KC-Möbelhaus an der Sudetenstraße. Dort will am 1. Juni das Sportstudio „Innings“ eröffnen. Die Betreiber des Fitnesstreffs versprechen einen Monatsbeitrag von nur 9,90 Euro im ersten Jahr.

Für die gute Laune der Kinder sorgten unter anderem ein Karussell und das „MobSSi“-Bewegungsmobil des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit. Die Jugendlichen der Tanz- und Kunstschule Takt traten auf, ebenso die Kindertanzgruppe des TuS und die Cheerleader des Eissportclubs. Insgesamt 40 Vereine, Organisationen und Firmen – einige mehr als im Vorjahr – beteiligten sich heuer an den Mobilitätstagen. Davon waren zehn Autohändler.

Seit es die Autoschau auf der Böhmwiese nicht mehr gibt, haben die Händler die Möglichkeit, während der „Mobi-Tage“ auszustellen. Neu dabei war heuer BMW Schmidt aus Wolfratshausen. Das Autohaus zeigte eine Auswahl vom Mini bis zum Gran-Tourer-Siebensitzer. Verkäufer Timon Wedekind gefiel die Veranstaltung: „Eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren.“ Bewundernde Blicke zog der Golf R Variant des Autohauses Billion auf sich. Der Familien-Sportcombi hat 300 PS unter der Motorhaube. Juniorchef Florian Billion äußerte sich lobend über die Veranstaltung: „Die Autoschau mitten in der Stadt ist super.“ Das findet auch Martina Maier vom gleichnamigen Kia-Vertragshändler in Egling. Die Teilnahme zeige nicht immer sofort Erfolg, oft würden Kunden Monate später ins Geschäft kommen mit den Worten: „Ich hab’ Euch auf der Geretsrieder Autoschau gesehen“, erzählte die Chefin.

Zufrieden war am Samstagabend nach einem gut besuchten ersten Tag auch ProCit-Vorsitzender Ludwig Schmid. „Die Mischung passt“, sagt er. Einer Neuauflage im nächsten Jahr stehe aus seiner Sicht nichts entgegen.

von Tanja Lühr

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