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Weil es einsturzgefährdet war, musste das Dach des Eisstadions in Geretsried im Jahr 2006 abgebaut werden.

Gut Dach braucht Weile

Geretsrieder Eisstadion: Planungen für Dach laufen

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Ein kurzer Satz, den Wolfgang Werner Ende Juli während der Diskussionsrunde „Wo drückt der Turnschuh?“ hatte fallen lassen, stiftete Verwirrung. Wie geht es mit dem Dach fürs Eisstadion weiter? 

Geretsried – Der Bau des Daches über dem Eisstadion verzögere sich um ein Jahr, hatte der Sportreferent der Stadt im Gespräch mit Vertretern der Geretsrieder Sportvereine gesagt.

Damit hat der SPD-Politiker Recht – und auch wieder nicht. Denn dass der ESC Geretsried seine Eishockeyspiele erst in der Saison 2019/20 vor Wind und Wetter geschützt unter einem Dach austragen kann, ist eigentlich nicht neu. Dazu sei das Verfahren einfach viel zu komplex, sagt Thomas Loibl. Nach der ersten Machbarkeitsstudie, die von Kosten von rund sechs Millionen Euro ausging und der überarbeiteten und auf vier Millionen Euro abgespeckten Version, die im vergangenen Februar den Stadtrat passiert hatte, seien viele weitere Schritte nötig, so der Pressereferent der Stadt.

2018 ein „utopisches Ziel“

„Eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung ist notwendig. Dann müssen Fachpläne, was beispielsweise die Statik, den Schall- und den Brandschutz betreffen, erstellt werden.“ All das, so Loibl, benötige Zeit und werde dem Stadtparlament deshalb erst in der Sitzung am 28. November vorgelegt. Entscheidet sich das Gremium für Einhausung und Überdachung der Eisfläche, folgen die europaweite Ausschreibung und schließlich die Vergabe der Aufträge. „Der positive Beschluss des Stadtrats vorausgesetzt, können wir im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten beginnen.“

Rico Lewald hatte „ursprünglich mal gehofft, dass das Dach 2018 kommt“, dann aber relativ bald gemerkt, „dass das ein utopisches Ziel ist“. Der Stadionchef steht über Planer Daniel Hock vom involvierten Architekturbüro Kiessler + Partner, Vater eines ESC-Nachwuchsspielers, in Kontakt mit der Stadt und ist über das Prozedere informiert. Auch ESC-Boss Tommy Stöber ist „klar, dass wir diese und nächste Saison noch offen spielen müssen“. Von Seiten des Vereins sei das überhaupt kein Problem, „da wollen wir keinen Druck aufbauen“. Im Gegenteil: „Wir sind mit dem Stadtrat und dem Bürgermeister sehr zufrieden.“ 

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