Geretsried Heinz-Schneider-Eisstadion
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Die Sanierung des Heinz-Schneider-Eisstadions dauert noch an, doch die Stadt hat dem ESC Geretsried bereits die Freigabe für den Betrieb der Sportstätte erteilt – allerdings unter Auflagen.

Eishockey

Eisstadion: Spielbetrieb scheint wieder möglich

  • Thomas Wenzel
    vonThomas Wenzel
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Die Geretsrieder Eishockeyfans dürfen nun doch auf einen regulären Saisonauftakt hoffen. Wie Rico Lehwald, Vorsitzender des Stadionvereins, auf Anfrage mitteilte, „haben wir Lösungen für unsere beiden Probleme gefunden“.

Update vom 29. September:

Wie berichtet war am Dienstag vergangener Woche aus heiterem Himmel die Lüftungsanlage, die in der Vorsaison bereits gelaufen war, kaputt gegangen. Dadurch entstand in der Eishalle, deren Sanierung demnächst abgeschlossen sein soll, zu viel Luftfeuchtigkeit. Weil es durch herabfallende Tropfen immer wieder zu kleinen Buckeln auf dem Eis kam, setzten Lehwald und seine Helfer Trocknungsgeräte ein. Kurzfristig konnte der Trainingsbetrieb aufgenommen werden, ehe am frühen Samstagmorgen ein zweiter Defekt auftrat. „Aus Sicherheitsgründen“, wie es hieß, wurde das Eisstadion gesperrt; das für Sonntag eingeplante Vorbereitungsspiel der River Rats gegen Buchloe musste ausfallen.

„Innerhalb der nächsten zwei Tage sollten die Probleme abgestellt sein“, sagte Lehwald nach einer Sitzung mit Baufachleuten am späten Montagnachmittag. Er hofft, bis diesen Mittwochnachmittag alles soweit vorbereitet zu haben, dass am Abend die River Rats erstmals im Stadion trainieren können. Sollte alles glatt laufen, könnten sowohl die U20-Junioren am Freitag gegen den ESC Dorfen (19.30 Uhr) als auch die Herren am Sonntag gegen den TSV Erding (17.30 Uhr) in ihre jeweilige Bayernliga-Saison starten.

Allerdings müssen insbesondere für das Match der River Rats noch einige Vorbereitungen getroffen, Hygieneregelungen eingeleitet und Baumaterial aufgeräumt werden. Lehwald: „200 Zuschauer sind für das Stadion zugelassen, und wir wollen natürlich, dass die Fans wieder ins Stadion kommen.“

Ursprünglicher Artikel vom 26. September:

Obwohl der ESC Geretsried von der Stadt bereits die Freigabe hatte und sich von einer Fachfirma ein Hygienekonzept erstellen ließ, musste das letzte Vorbereitungsspiel der River Rats vor dem Bayernliga-Start abgesagt werden. Am frühen Samstagmorgen trat dann erneut ein technischen Defekt auf. Der Trainings- und Spielbetrieb ruht bis auf weiteres.

Geretsried – Den 23. September hatten sich die Verantwortlichen, Aktiven und Fans des ESC Geretsried im Kalender rot angestrichen. Sollte doch an diesem Tag der geregelte Betrieb im Heinz-Schneider-Eisstadion beginnen mit Trainingseinheiten für die River Rats und ihre Nachwuchsteams, Schul- und Inklusionssport. Just am Tag zuvor machte jedoch ein schwerwiegender technischer Defekt einen Strich durch alle Planungen. „Am späten Dienstagnachmittag ist die Lüftungsanlage plötzlich kaputt gegangen“, berichtet Markus Janka auf Anfrage. Wie der ESC-Vorsitzende erklärt, sei damit keine Zirkulation in der Halle mehr gewährleistet: „Die Luft wird zu feucht, es sammelt sich Wasser unter dem Dach und tropft auf das Eis, wo sich kleine Buckel bilden.“ Die Firma, die die bereits in der vergangenen Saison in Betrieb genommene Lüftungsanlage installiert hat, sei informiert. Der Stadionverein unter der Regie von Rico Lehwald bemühe sich, mit Hilfe von Trocknungsgeräten die Eisbereitung aufrecht zu erhalten. „Wenn alles klappt, sollten wir ab Freitag aufs Eis gehen können“, sagt Janka. Das funktionierte auch kurzzeitig, ehe am frühen Samstagmorgen ein erneuter Defekt auftrat - der Trainings- und Spielbetrieb ruht bis auf weiteres.

Der Start des Trainingsbetriebs bedeutet aber noch nicht, dass das Stadion wieder komplett geöffnet hat. „Wir haben die Freigabe der Stadt, also die Genehmigung für den Betrieb einer Sportstätte. Die Endabnahme der Baustelle ist aber noch nicht erfolgt“, erläutert der Klubchef. Außerdem habe man die Genehmigung, zu Heimspielen 200 Zuschauer ins Stadion zu lassen. Genau dieselbe Zahl an Fans sieht auch die Corona-Regelung der Bayerischen Staatsregierung für sogenannte Indoor-Sportarten vor. Um hierfür gewappnet zu sein, hat sich der ESC von einer Firma aus Bad Wiessee ein Hygiene-Konzept erstellen lassen, das auch auf der Internetseite des Vereins veröffentlicht wurde. „Wir sind sozusagen zertifiziert“, betont Markus Janka. Die Regelungen reichen von der Fiebermessung am Stadioneingang, der personifizierten Einlasskontrolle mit Hilfe eines so genannten QR-Codes bis zur Maskenpflicht in der Halle.

ESC-Vorsitzender Markus Janka hofft, dass seine Abteilungen so bald wie möglich das Eisstadion nutzen können.

Geplant war, das Prozedere beim Vorbereitungsspiel der River Rats am kommenden Sonntag gegen den ESV Buchloe einmal durchzuspielen. Doch daraus wird nichts: „Die Baustelle hat uns in unseren Planungen so behindert, dass wir mit den übrigen Vorbereitungen noch nicht so weit sind. Aus Sicherheitsgründen hätten wir ohnehin noch keine Zuschauer ins Stadion lassen dürfen“, teilt der Vorsitzende mit. Zudem gebe es in der Halle noch etliche Dinge zu erledigen, wie zum Beispiel die Vorbereitung der Kabinen und anderer Räume. „Das alles schaffen wir ohnehin nur dank der Hilfe unserer Mitglieder“, betont Janka. Er hofft, dass bis zum ersten offiziellen Bayerliga-Match am 4. Oktober – die Sonntagsheimspiele beginnen neuerdings schon um 17.30 Uhr – im wahrsten Sinn des Wortes „alles in trockenen Tüchern“ ist. Also Eishockey vor Publikum gespielt werden kann.  

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