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Geretsrieder Firmenlauf: Große Gaudi trotz brütender Hitze

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In Geretsried läuft’s: Trotz der Hitze gingen rund 2900 Läufer an den Start – und freuten sich über jede Abkühlung und Anfeuerung der etwa 5000 Zuschauer. © Foto: Hans Lippert

Temperaturen von weit über 30 Grad sind eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für eine Lauf. Doch beim Geretsrieder Firmenlauf ging alles gut. Sehr gut sogar.

Geretsried – Sein Einstand hätte gelungener nicht sein können. Erstmals übernahm Rudi Utzinger vom gleichnamigen Sportgeschäft heuer die Organisation des Firmenlaufes, der statt Oberland nun die Vorsilbe Alpenland trägt. Rund 2900 Läufer gingen am Dienstagabend an den Start, etwa 5000 Zuschauer feuerten sie an.

Im Vorfeld musste sich Utzinger allerdings mit einigen Bedenkenträgern auseinandersetzen. Es sei unverantwortlich und ein Gesundheitsrisiko, größtenteils untrainierte Menschen bei Temperaturen von weit über 30 Grad zur Teilnahme an einem 4,2 Kilometer langen Lauf, einzuladen.

Das BRK hatte weniger Arbeit als gedacht

Doch die Pessimisten wurden eines Besseren belehrt. „Es war für uns ruhiger als erwartet: Wir mussten nur zehn Personen wegen Kreislaufstörungen und Überanstrengungen versorgen“, zeigte sich Benno Schreiter vom BRK-Kreisverband erleichtert. Bei einer Teilnehmerzahl von rund 2900 Läufern sei dies wirklich überraschend wenig. Utzinger sah dies genauso: „Am wichtigsten war mir, dass sich heute keiner verletzt hat“, sagte er vor der Siegerehrung.

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Gemeinsam mit seinem Helferteam hatte Utzinger bereits um sechs Uhr morgens angefangen, die Stände aufzubauen. „Wegen des anschließenden Abbaus komme ich wohl erst in den frühen Morgenstunden ins Bett – das wären dann fast 24 Stunden am Stück“, prognostizierte er. Ein Einsatz, der sich zweifellos gelohnt hat. Als Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl um 19 Uhr die Startfanfare erklingen ließ, setzen sich auch Bürgermeister Michael Müller und einige Stadträte im Pulk von rund 2900 Läufern in Bewegung. Lautstarke Anfeuerung bekamen sie von Samba-Trommlern und den etwa 5000 Schaulustigen entlang der Strecke.

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Laufen macht Laune (v. li.) Organisator Rudi Utzinger, Moderator Peter Maisenbacher und Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl. © Foto: Hans Lippert

Als erster erreichte Florian Thurner – ein Lehrer des Gymnasiums Geretsried – in einer Zeit von 13 Minuten und 32 Sekunden das Ziel. Dann herrschte lange Zeit Verwirrung, wer den Pokal als beste Firmenläuferin entgegennehmen durfte. Denn das Gymnasium hatte sich aufgrund von Datenschutzbedenken entschlossen, nicht alle Startnummern mit Namen zu versehen. Über eine Stunde dauerte es, bis die Gymnasiastin Franziska Dempwolf und ihre Siegerzeit von 16 Minuten und 12 Sekunden ermittelt waren.

Abgesehen von dieser kleinen Panne verliefen die anderen Ehrungen zügig. In den Mannschaftswettbewerben siegten das Gymnasium Geretsried („schnellste Schule“), EagleBurgmann („stärkstes Team mit den meisten Teilnehmern“), Stöger Automation („kompaktestes Großunternehmen“) sowie das Segelflugzentrum Königsdorf („kreativstes Team“) und die Oberland Werkstätten GmbH („besonderes Team“). Zudem gab es Wanderpokale für das Gymnasium Geretsried („größte Schule“) und die Realschule Geretsried („kompakteste Schule“).

Die schönsten Bilder vom Geretsrieder Firmenlauf

Nach den Ehrungen baten die Moderatoren Peter Maisenbacher und Roland Balzer die bekannte Oktoberfestband Cagey Strings auf die Bühne. Dabei waren einige Firmenläufer schon wieder so fit, dass sie vor der Bühne Rock’n’Roll tanzen konnten. Rekordverdächtig war auch der von Klimaschützer Gregory Endres ermittelte ökologische Fußabdruck der Veranstaltung: Nicht weniger als 28 Tonnen CO2 wurden beim Firmenlauf ausgestoßen. „Das gleichen Sponsoren und Veranstalter durch Spenden an nachhaltige Projekte aus“, versprach Endres.

Der Firmenlauf findet auch nächstes Jahr statt

Einer Neuauflage des Alpenland-Firmenlaufs scheint also nichts entgegenzustehen. Bürgermeister Michael Müller konnte zwar noch nicht absehen, in welchem Ausmaß die Umbauarbeiten am Karl-Lederer-Platz und an der Egerlandstraße im kommenden Jahr fortgeschritten sind. Eine Absage der Großveranstaltung kommt für ihn aber nicht infrage: „Da werden wir schon eine Lösung finden“, gab der Rathauschef grünes Licht. Peter Hermann

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