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Bei Salzstangen und Chips stellten sich die Kandidaten für den Jugendrat im Saftladen vor. 

Jetzt wird gewählt

Geretsrieder Jugendrat: Das sind die Kandidaten

Elf junge Frauen und Männer wollen sich im Jugendrat für die Heranwachsenden in Geretsried einsetzen. Im Saftladen stellten sie sich vor - und nannten schon ein paar Ziele für ihre Amtszeit.

Geretsried – Elf Jugendliche kandidieren für den Jugendrat. Nachdem das Gremium laut Satzung acht bis zwölf Mitglieder umfassen soll, werden ihm wohl alle Bewerber angehören. Eine einzige Stimme reicht jedem für den Einzug. Eine Zeit lang war nicht klar, ob es wieder einen Jugendrat geben wird. Mangels Kandidaten musste die Bewerbungsfrist verlängert werden. 1217 wahlberechtigte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sind seit 22. Mai bis einschließlich 8. Juni dazu aufgerufen, ihre Stimme per Briefwahl oder persönlich im Rathaus abzugeben. Am 11. Juni erfolgen eine öffentliche Auszählung sowie die Verkündung des Wahlergebnisses im Rathaus.

Die sechs Kandidatinnen und fünf Kandidaten stellten sich am Mittwochabend im Jugendzentrum Saftladen persönlich vor. „Der Saftladen ist ja eigentlich das Rathaus der Jugendlichen“, meinte Zweiter Bürgermeister Hans Hopfner in seinem Grußwort.

Der Satz entlockte dem Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit, Rudi Mühlhans, ein breites Grinsen. In der Tat habe die Jugend in Geretsried sehr viel Mitspracherecht, so Mühlhans. Die beiden Jugendzentren Saftladen und Ein-Stein, die Skater-Anlage hinter der Bücherei und der Dirt-Park auf der Böhmwiese seien auf ihre Initiative hin entstanden.

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Die Jugendreferentin des Stadtrats und Betreuerin des Jugendrats, Heidi Dodenhöft, ergänzte, in den kommenden drei Jahren gebe es einiges zu entscheiden in der Stadt. Der Jugendrat könne zum Beispiel bei der Gestaltung des Zentrums seine Anregungen einbringen: „Geretsried steckt gerade in einer so spannenden Phase“. Doch auch eigene Ideen seien gefragt.

Felix Leipold, Sprecher des bisherigen Jugendrats, ermunterte die Nachfolger, politisch Stellung zu beziehen. Sie sollten sich lieber nicht auf Großveranstaltungen fokussieren, sondern mit kleineren Events anfangen. Das hätten er und seine Jugendratskollegen aus dem mau besuchten Kino-Open-Air und der Young Music Night gelernt. Leipold: „Wir sind nun mal keine Veranstaltungskaufleute“. Der 19-Jährige darf aus Altersgründen nicht erneut antreten. Die Obergrenze liegt bei 18 Jahren.

Wieder dabei sein dürfen und wollen Nicola Heucke (15) und Simon Vielreicher (15). „Wir haben tolle Sachen unternommen wie Fahrten nach München, Berlin, Brüssel und an den Chiemsee“, blickte Vielreicher auf die vergangenen drei Jahre zurück. Er habe ziemlich viel gelernt, unter anderem, dass Politik „ultralangatmig“ ist. „Wenn man selber mitmacht, versteht man das – weil man selber so lange für alles braucht“, bilanzierte Vielreicher.

Die Kandidaten nannten bei ihrer Kurzvorstellung schon einige Ziele. Isabella Schrills will sich dafür einsetzen, dass in Gelting mehr für die Jugend passiert und Dominik Heucke möchte den Dirt-Park sowie die Hollywood-Kurve verschönern. Michael Martin sagte, seine Motivation sei es, Antworten geben zu können, wenn ihn Leute auf der Straße auf Entwicklungen in der Stadt ansprechen würden.

Egal aus welchen Gründen sie kandidieren, Vize-Bürgermeister Hans Hopfner lobte alle elf Jugendlichen für ihren Mut und ihre Bereitschaft, sich drei Jahre lang politisch zu engagieren. Der Jugendrat tagt alle sechs bis sieben Wochen. Seine Mitglieder sind zu städtischen Veranstaltungen eingeladen und organisieren selbst Veranstaltungen. Das Wichtigste ist für Hopfner: „Ihr seid das Sprachrohr der Geretsrieder Jugend“.

Tanja Lühr

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