Wahlkampf 2018: Bei Salzstangen und Chips stellten sich damals die elf Kandidaten für den Jugendrat im Jugendzentrum Saftladen vor.
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Wahlkampf 2018: Bei Salzstangen und Chips stellten sich damals die elf Kandidaten für den Jugendrat im Jugendzentrum Saftladen vor.

Vorbereitungen laufen

Geretsrieder Jugendrat startet ins Wahljahr

Die Vorbereitungen laufen, einen Termin gibt es noch nicht. Fest steht aber, dass in Geretsried heuer turnusgemäß ein neuer Jugendrat gewählt werden soll.

Geretsried – Ehe man sich’s versieht, sind schon wieder drei Jahre um. 2021 wird in Geretsried ein neuer Jugendrat gewählt. Angesichts der Corona-Pandemie dürfte sich die Durchführung komplizierter als gewöhnlich gestalten. Dennoch steht für die Stadt fest: „Die Wahl wird stattfinden“, sagt Pressesprecher Thomas Loibl auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Termin steht noch nicht fest, man orientiere sich aber in Richtung Sommer.

„Wir überlegen derzeit, wie die Wahl genau ablaufen wird“, berichtet Simon Vielreicher, neben Nicola Heucke Sprecher des Gremiums. Wegen des Lockdowns konnte der Jugendrat im Dezember nicht tagen. Die Sitzung wurde auf Ende Januar verschoben. Sie kann nun allerdings ebenfalls nicht stattfinden. „Wir hoffen, dass es nach dem 14. Februar wieder geht“, sagt Loibl. Bis dahin wurde der Lockdown bekanntlich verlängert.

Unabhängig davon sind die Vorbereitungen für die Wahl bereits angelaufen. Es habe auch bereits einen Termin des Jugendrats mit Bürgermeister Michael Müller gegeben, so Loibl, bei dem es unter anderem darum ging, wie die Geretsrieder Jugendlichen angesprochen werden sollen.

Der Jugendrat fällt eigentlich in den Aufgabenbereich der Stadtjugendpflegerin Christina Metz, die zur Zeit jedoch nicht im Rathaus arbeitet. „Aus freudigem Anlass“, so Loibl. Die Verwaltung hat die Vollzeitstelle zur Elternzeitvertretung ausgeschrieben. So lange der Posten vakant sei, würden die anderen Mitarbeiter des zuständigen Fachbereichs und teils auch des Bürgermeisteramts die Aufgaben der Stadtjugendpflege übernehmen. „Da helfen alle zusammen“, sagt der Pressereferent.

Felix Leipold, Jugendreferent des Stadtrats, hat Verständnis dafür, dass die Jugendratssitzungen aufgrund der derzeitigen Situation nicht stattfinden können. Aber „es tut mir sehr leid für die Jugendräte“. Sie hätten einiges vorgehabt und seien durch die Pandemie eingebremst worden.

Simon Vielreicher sieht die Situation auch als Chance. Da Veranstaltungen vergangenes Jahr nicht möglich waren, habe der Jugendrat seinen Fokus auf andere Dinge gelegt, so der 17-Jährige. Man habe sich genau angesehen, was der Stadtrat macht, und davon ausgehend eine Satzungsänderung erarbeitet. Wie berichtet soll die Amtsperiode des Jugendrats künftig nur noch zwei statt drei Jahre dauern. Kandidieren dürfen zudem nun auch ältere Geretsrieder. Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren können sich zur Wahl stellen.

Über die Satzungsänderung ist auch Leipold „sehr glücklich“. Er hatte vor der Kommunalwahl vergangenen März kritisiert, dass das Gremium nicht politisch genug sei. Dass die Satzungsänderung während der Pandemie dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden konnte, sei ein Erfolg.

Zudem sei ein weiterer Antrag an den Stadtrat momentan in Vorbereitung. „Aber jetzt geht das leider nicht“, bedauert der Jugendreferent. Für dieses Jahr habe er sich vorgenommen, „die Jugendratswahl gut über die Bühne zu bringen und mit dem Jugendrat viele Anträge in den Stadtrat einzubringen“, sagt Leipold.

Der Freie-Wähler-Stadtrat saß früher selbst in diesem Gremium. Mit ihm und Peter Curtius (Grüne), ebenfalls Ex-Jugendrat und seit Mai Mitglied des Stadtrats, sind Heranwachsenden zwei Fürsprecher im Erwachsenen-Gremium sicher.

sw

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