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Geretsrieder Jugendrat will Spielplätze aufwerten

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Kinder auf einem Spielplatz
Die Spielplätze in Geretsried bieten nicht für jedes Kind das passende Angebot. © Monika Skolimowska/dpa

Der Jugendrat will das Angebot auf den Spielplätzen am Johannisplatz und Schlierseeweg verbessern. Nach und nach sollen auch die anderen Standorte folgen.

Geretsried – Zehn öffentliche Spielplätze gibt es in Geretsried. Das dortige Angebot bezeichnete die Stadtratsfraktion der Geretsrieder Liste vergangenes Jahr als „ausbau- und verbesserungsfähig“. Sie beantragte eine Spielplatzsatzung. Das war der Auslöser dafür, dass das Gremium den Jugendrat mit einer Bestandsaufnahme der Spielgeräte und der Erarbeitung eines Konzepts zu beauftrage. Die Nachwuchspolitiker haben nun geliefert.

Der Jugendrat hatte eine Umfrage durchgeführt, bei der sich 461 Menschen beteiligten (wir berichteten). Davon ausgehend habe er mit dem Bauamt eine Prioritätenliste erstellt, berichtete Jugendrätin Sabrina Lorenz in der jüngsten Stadtratssitzung. „Wir schlagen vor, dass jeder Spielplatz ein Thema haben soll, etwa Isar, Piraten oder Märchen.“

Als am dringlichsten sieht der Jugendrat den Handlungsbedarf auf dem Spielplatz am Johannisplatz an. Er sei gut geeignet für Kinder bis vier Jahre. „Aber wir sollten auch älteren Kindern etwas bieten“, sagte die Jugendrätin. Ein Baumspielplatz solle entstehen. Auch am Schlierseeweg müsse zeitnah etwas verbessert werden. „Er ist etwas in die Jahre gekommen und bietet nicht viel Attraktives.“ Rutschturm, Schaukel und Wippgeräte seien vorhanden. „Gewünscht sind eine Baby- und Nestschaukel sowie eine Tischtennisplatte“, berichtete Lorenz.

Kosten für Aufwertung der Spielplätze „schwer zu kalkulieren“

Für den Schlierseeweg gebe es noch keine Themenidee, aber an der Johann-Sebastian-Bach-Straße könnte ein Alpen- und an der Jeschkenstraße ein Waldspielplatz entstehen. „Eine moderne Stadt bietet auch attraktive Spielplätze“, sagte Lorenz und bat im Namen des Jugendrats, dass der Stadtrat die entsprechenden Mittel in den Haushalt einstellen möge, um die Spielplätze zu verbessern. Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) erinnerte daran, dass über eine Spielplatzsatzung Mittel generiert werden könnten, indem Bauherren eine Ablöse an die Stadt zahlen. Die Satzung sei in Arbeit, ein Entwurf werde im Entwicklungs- und Planungsausschuss vorgestellt, versicherte Stadtbaurat Rainer Goldstein.

Ein „großes Lob“ für die professionelle Vorgehensweise sprach Martina Raschke (Grüne) den Jugendräten aus. „Kinder und Jugendliche werden es euch danken.“ Sie wolle aber doch wissen, was das Konzept finanziell bedeute. „Das ist schwierig zu kalkulieren“, antwortete Goldstein. Mit dem ersten Projekt am Johannisplatz liege man aber in einem der Sanierungsgebiete. Die Stadt hoffe auf einen Zuschuss aus dem Fördertopf des Programms „Soziale Stadt“. Im Haushalt wolle man zunächst 150 000 einstellen, so der Stadtbaurat. Der Stadtrat befürwortete einstimmig, die Spielplätze mithilfe des Jugendrats aufzuwerten.  sw

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