Ein neuralgischer Punkt: Die B 11-Einmündung am Rathaus soll provisorisch umgebaut werden. 
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Ein neuralgischer Punkt: Die B 11-Einmündung am Rathaus soll provisorisch umgebaut werden. 

Im Zuge der Zentrumsgestaltung

Geretsrieder Rathaus-Kreuzung: Verkehr wird neu geregelt

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Die Kreuzung Rathaus/B11 in Geretsried ist stark frequentiert. Künftig kommt durch die neue Tiefgarage noch mehr Verkehr dazu. Die Stadt muss handeln.

Geretsried – Autofahrer müssen sich ab Sommer nächsten Jahres an eine Ampel an der Rathaus-Kreuzung gewöhnen. Das Provisorium soll den Verkehr in den nächsten acht bis zehn Jahren abwickeln, bis die Bundesstraße 11 verlegt ist. Der Knotenpunkt ist bereits heute stark belastet und muss künftig den Anforderungen des neuen Stadtzentrums samt Tiefgarageneinfahrt vor dem Rathaus gerecht werden.

Die Lichtsignalanlage ist eine von drei Varianten, die Stadtbaurat Rainer Goldstein in der Stadtratssitzung am Dienstag vorstellte. Zur Wahl standen auch ein Kreuzungsbereich, bei dem man vom Rathaus kommend nicht nach links auf die B11 in Richtung Süden abbiegen kann, sowie ein Kreisverkehr.

Die Erarbeitung eines Konzepts für einen Kreisverkehr hatte sich der Stadtrat in der Juni-Sitzung gewünscht. Damals hatte Martin Herda, der am Staatlichen Bauamt in Weilheim für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zuständig ist, erläutert, wie weit die Pläne für die B11-Verlegung gediehen sind. Wie berichtet soll die Bundesstraße ausgebaut und im Bereich der Böhmwiese neben die geplante S-Bahn-Trasse an den Schwaigwaller Hang verlegt werden. Der Umbau des Kreuzungsbereichs mit einer Ampel gefährdet diese Pläne laut Martin Herda nicht.

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Stadtbaurat Goldstein empfahl die Ampel-Lösung, auch wenn diese aufgrund der langen Wartezeiten an der Böhmwiese lediglich mit der Schulnote Fünf bewertet werden könne. „Wir brauchen die B11-Verlegung“, sagte der Stadtbaurat. Die anderen beiden Varianten würden ausscheiden, weil eine Kreuzung ohne Linksabbiegespur den Verkehr nur nach Norden verlagern würde. Ein Kreisverkehr wiederum würde den Verkehr auf der B11 vor allem in den Morgenstunden behindern.

Die Stadträte folgten Goldsteins Empfehlung, sorgten sich aber um Fahrradfahrer und Fußgänger, die vor dem Rathaus die Straße queren. Mit der Tiefgaragenein- und -ausfahrt befinden sich dort künftig fünf Fahrspuren. Auf Vorschlag von Karin Schmid (CSU) wird geprüft, ob der Fahrradweg zwischen Museum und Ratsstuben über die Graslitzer Straße geleitet werden kann, damit niemand in den Kreuzungsbereich gelangt.  sw

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