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Schwer taten sich die Geretsrieder River Rats um Moritz Lauer (Mi.) in den letzten Duellen gegen Dorfen: Im Vorjahr verlor der ESC in der Tölzer Trainingshalle mit 1:2, am 13. Dezember 2015 (Bild) sogar mit 4:10.

Eishockey: Bayernliga 

River Rats: Erstes Bully eine Stunde später

Aufatmen bei den Geretsrieder River Rats. Am Donnerstagabend konnte der Eishockey-Bayernligist erstmals im Heinz-Schneider-Eisstadion trainieren. „Das war bitter notwendig. Wir haben außer am Montag in Bad Tölz nirgendwo mehr Eiszeiten anmieten können“, erklärt ESC-Coach Ludwig Andrä. Somit dürfte dem ersten Heimspiel der neuen Saison am Sonntag gegen den ESC Dorfen nichts mehr im Wege stehen. „Wir haben jedoch beim Verband beantragt, dass die Partie aufgrund der warmen Temperaturen erst um 19 anstatt 18 Uhr angepfiffen wird,“ berichtet ESC-Vorsitzender Tommy Stöber.

Geretsried – Wie in den vergangenen Spielzeiten sind die Gäste aus Dorfen auch heuer wieder ein Anwärter auf einen Platz in der Verzahnungsrunde mit der Oberliga. Dort belegten die Eispiraten im Vorjahr – ebenso wie in der regulären Punkterunde – Rang vier. Endstation war dann im Viertelfinale der Play-offs, als die Isenstädter dreimal gegen den EHC Waldkraiburg (1:3, 1:2, 3:6) verloren. Weil Trainer Heinz Feilmeier mit Sohn Tobias zu den Wanderers Germering wechselte, wurde als Nachfolger John Samanski verpflichtet – zum zweiten Mal übrigens nach 2011/12 und 2012/13. Der 55-Jährige war unter anderem beim Kölner EC in der 1. Bundesliga aktiv; seine Trainerstationen waren Miesbach, Erding, Klostersee und zuletzt die Blackbears Freising. Ihre zweite Kontingentstelle neben dem Tschechen Lukas Miculka haben die Dorfener mit Trevor Hills besetzt. Der 24-jährige Amerikaner wurde in Kassel geboren, wo sein Vater Brian als Profi spielte. Hills junior kam zuletzt für die Suny Geneseo Knights/NCAA in 77 Spielen auf 81 Scorerpunkte. Bekannt ist der ESC für seine robuste Spielweise. In der abgelaufenen Bayernliga-Runde kassierte man in 39 Begegnungen satte 896 Strafminuten. Damit saßen die Akteure rund 23 Minuten im Durchschnitt pro Spiel in der Kühlbox. Allen voran Lukas Miculka, der satte 133 Strafminuten abbrummen musste, allerdings in 37 Spielen auch 72 Punkte (39 Tore/33 Beilhilfen) vorweisen kann.

Ludwig Andrä blickt dem ersten Auftritt vor heimischer Kulisse optimistisch entgegen. „Wir werden versuchen, dass wir im heimischen Stadion zur Macht werden. Das wäre mir ganz wichtig. Deshalb werden wir richtig Gas geben. Und es wäre super, wenn wir gegen Dorfen gleich die ersten Punkte einfahren könnten“, meint der Trainer der River Rats. Sehr zur Freude des 45-Jährigen haben mit Ondrej Horvath (Muskelfaserriss im Leistenbereich) und Daniel Merl (Gehirnerschütterung) zwei seiner verletzten Akteure wieder mit dem Training begonnen. Beide Stürmer waren schon am Freitagabend in Pfaffenhofen wieder im Einsatz (siehe Bericht oben).

River Rats Geretsried

Morczinietz, Haltmair – Englbrecht, Fuchs, Jorde, Meiller, Poch, Tauber, Wiedenbauer, Zvonik – Bursch, Heller, M. Hölzl, Horvath (?), Hüsken, M. Köhler, J. Köhler, Lauer, Lechner, May, Meierl, Merl (?), Ott, L. Rizzo.

Eduard Hien

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