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Lerninsel wird zum Sitzungssaal: Die Mitglieder des Schul- und Bauausschusses haben am Schulzentrum getagt. 

Die nächsten Bauabschnitte stehen an

Geretsrieder Schulzentrum: Generalsanierung wird 4,4 Millionen Euro teurer

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Der Schul- und Bauausschuss des Kreistags hat sich am Dienstag die Bauarbeiten am Geretsrieder Schulzentrum angeschaut. Bis 2024 soll dort viel passieren. 

Geretsried – Der Schul- und Bauausschuss des Kreistages hat sich am Dienstag auf ungewohntes Terrain begeben. Statt wie sonst im Landratsamt tagte das Gremium am Geretsrieder Schulzentrum – am Ort des Geschehens. Mit Musenbau und Interimsgebäude ist dort der erste Abschnitt der Generalsanierung abgeschlossen. Am 2. Mai beginnen die Arbeiten am Klassentrakt des Gymnasiums samt WCs. Der Baubeginn musste verschoben werden, weil der Kreisausschuss die Vergabe nicht wie geplant Anfang des Jahres vornehmen konnte, da die eingegangenen Angebote dem Landratsamt nicht annehmbar erschienen.

Realschule und Gymnasium sollen bis 2024 auf Vordermann gebracht werden. Im Jahr 2016 war der Kreistag von insgesamt 38,5 Millionen Euro für die Generalsanierung ausgegangen. René Beysel, Hauptamtsleiter am Landratsamt, hat die Kosten unter Berücksichtigung des Baukostenindexes nun aktualisiert. „Als endgültige Summe müssen wir mit 42,9 Millionen Euro rechnen. In der besten Variante, die wir zu erwarten haben“, sagte er.

Den zweiten Versuch der Vergabe der Hälfte der anstehenden Arbeiten unternahm der Kreissausschuss im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Beysel kündigte vorab aber bereits zwölf Prozent Kostenmehrung an. „Nur, muss ich sagen. Das ist zur jetzigen Zeit halbwegs erträglich.“

„So muss Schule sein“

Für die Maßnahme ist eine Schutzwand vorgesehen, um die Lärm- und Staubbelästigung gering zu halten, kündigte Architekt Dieter Kubina an. „Die Erschließung der Baustelle erfolgt von der Rückseite.“ Inmitten der Baustelle liegt der Lehrerbereich, er sei aber durchgehend über die Flure zu erreichen, so Kubina. Der Bauabschnitt soll Ende 2019 abgeschlossen sein, dann wird der nächste Bereich angepackt.

Die bereits abgeschlossenen Arbeiten nahmen die Kreisräte bei einem Rundgang in Augenschein. Stellvertretenden Realschulleiterin Christine Venus-Michel stellte die Lerninseln im Musenbau vor, zu denen sechs Klassenzimmer in dem Trakt von 1992 für 1,4 Millionen Euro umgebaut wurden. In dem hellen und offenen Bereich lernen Fünft- und Sechstklässler neben dem Stoff automatisch Kompetenzen wie Selbstständigkeit und Rücksichtnahme. „So muss Schule sein. Wir sind sehr dankbar, dass wir das ausprobieren dürfen“, sagte die Lehrerin. Ein ähnliches Konzept wurde im Interimsbau umgesetzt. Er wird der Schule erhalten bleiben, da durch die Wiedereinführung des neunstufigen Gymnasiums laut Beysel in acht Jahren sechs bis acht Klassen mehr zu unterrichten sein werden.

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