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Wie lässt sich der Sport in Geretsried und der Nachbarschaft vernünftig entwickeln? Darüber diskutierten unter anderem (v. li.) Sportreferent Wolfgang Werner, Rolf Meinert und Maiko Al pers (beide DLRG), Bernd Meier (FFG), Fried-Thorsten Jantzen (Bürgerinitiative Hallenbad Wolfratshausen) und Sepp Saller (SV Gelting) sowie Jan Krösche und Marius Wedderwille (beide ASC).

Vernetzt denken

Geretsrieder Sportvereins-Vertreter diskutieren eine Sportagenda 2025

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Der Sportreferent Wolfgang Werner will den Sport in Geretsried interkommunal entwickeln. Bis 2025 soll es einen Masterplan geben. In der „Wo drückt der Turnschuh?“-Runde stellte er sein Vorhaben vor.

Geretsried – Wolfgang Werner hat das große Ganze im Blick. Nicht kleinparzellig und ausfransend soll sich der Sport in Geretsried entwickeln, sondern perspektivisch und durchaus auch interkommunal. Der Sportreferent möchte deshalb bis 2025 einen Masterplan erstellen lassen. Den entsprechenden Antrag hatte Werner jüngst im Stadtrat gestellt (wir berichteten). Naheliegend, dass seine „Sportagenda 2025“ auch bei „Wo drückt der Turnschuh?“, Werners regelmäßiger Gesprächsrunde mit den örtlichen Sportvereinen, ein Thema war.

13 Vertreter aus acht Klubs waren zur zweiten Auflage in diesem Jahr gekommen – und ein Gast: Fried-Thorsten Jantzen. Er, einer der Initiatoren des Wolfratshauser Bürgerbegehrens pro interkommunales Hallenbad, begrüßte Werners Vorstoß ausdrücklich. „Warum denken wir dabei aber nicht an eine Sportregion Isar-Loisach?“ Jantzen wünschte sich „eine gemeinsame Internetpräsenz“, ein „vernetztes Denken“, mehr gemeinsame Veranstaltungen und die Einbeziehung der Schulen beider Städte, „um das Sportangebot dort zu stärken“.

Örtliche Bedarfsanalyse unabdingbar? 

Für Ingo Lutze wäre das „der zweite Schritt vor dem ersten“. Der Chef des Tennisclubs Geretsried hat nichts gegen eine Zusammenarbeit mit dem Nachbarn, hält dafür aber eine vorherige örtliche Bedarfsanalyse für unabdingbar: „Man sollte zunächst alle Geretsrieder Vereine abfragen, welche Ziele und Pläne sie verfolgen.“ Vielleicht ergäben sich Gemeinsamkeiten – wie im Falle seines TC und dem TuS. Beide Vereine tragen sich bekanntlich mit dem Gedanken, eine gemeinsam nutzbare Halle zu bauen. „Halt“, widersprach Geretsrieds DLRG-Chef Maiko Alpers. So etwas funktioniere nur dort, wo es keine sich überschneidenden Interessen gebe. „Bei zwei Fußballervereinen auf einem Platz wird’s schon schwierig“ – siehe jüngstes Beispiel ASC. 

Lutze sah das anders. „Ich habe in München 20 Jahre lang Fußball gespielt. Dort teilen sich zwei, drei Vereine eine Bezirkssportanlage, und es funktioniert.“ Eine Art Bezirkssportanlage hält der TCG-Boss fraglos für ein geeignetes Modell einer neuen Sportstätte – in einem zweiten Schritt dann möglicherweise auch in Kooperation mit der Nachbarstadt. „Denn alle freien Flächen, die wir dafür noch haben, grenzen an Wolfratshausen.“ Mirko Naumann warnte in diesem Zusammenhang vor zu weiten Wegen. Es dürfe nicht sein, sagte der TuS-Vorsitzende, „dass die Eltern ihre Kinder sieben, acht Kilometer zum Sport kutschieren müssen. Das funktioniert im Spitzensport, aber nicht in der Breite.“ Eine neue Sportanlage, möglicherweise gemeinsam mit Wolfratshausen, „heißt ja nicht, dass die bestehenden Sportplätze in Geretsried plattgemacht werden sollen“, entgegnete dem Wolfgang Werner.

Andreas Eilers möchte in einem Sportentwicklungsplan nicht nur Sportstätten berücksichtigt wissen, „wir müssen uns auch Gedanken über neue Sportarten und Vereine machen – Beispiel ASC, Beispiel Ultimate Frisbee“. Angebote und Nachfrage würden größer werden, glaubt der Vorsitzende des Wasserball- und Schwimmvereins. Auch darauf sollte man gefasst sein.

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