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Ausflug in die virtuelle Welt: Im Dezember 2017 wurde in der Stadtbücherei ein Gaming-Raum eingeweiht. 

Jahresbilanz

Stadtbücherei: Steigende Zahlen und eine neue Welt

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In der Stadtbücherei Geretsried gibt es längst nicht mehr nur Geschichten auf Papier – das zeigt sich auch in der Liste der Medien, die im vergangenen Jahr am häufigsten ausgeliehen wurden. „Achtung Spionage“, ein Mädchen-Hörbuch von „Drei!!!“, war am beliebtesten.

Geretsried –  33 Mitglieder haben es mit nach Hause genommen. Ein gedrucktes Buch schaffte es erst auf Platz vier. Der Roman „Ein Lied für die Geister“ wurde 22 Mal ausgeliehen.

Insgesamt ist die Stadt sehr zufrieden mit den Besuchs- und Ausleihzahlen, zieht Pressereferent Thomas Loibl Bilanz. „Beide konnten gesteigert werden.“ Vergangenes Jahr verzeichnete die Bücherei 162 643 Ausleihen. Im Jahr zuvor waren es 158 974. Kamen im Jahr zuvor 43 396 Besucher in die Stadtbücherei, waren es 2017 46 654. Auch neue Kunden kamen dazu: Die Stadtbücherei verzeichnete 402 neue Mitglieder. Zudem holten 281 Kinder und Jugendliche den für sie kostenlosen Ausweis ab. Die Mitglieder können aus 45 800 Medien im Bestand auswählen – vom klassischen Buch über Spiele bis hin zu Mangas. Neu eingeführt wurde vergangenes Jahr die digitale Version der Enzyklopädie Brockhaus. Bei Kindern sind laut Loibl Hörbücher am beliebtesten. Allgemein seien Kinder- und Jugendbücher gefragt, gefolgt von Belletristik und Hörbüchern.

Gut besucht waren auch die Veranstaltungen der Stadtbücherei. Es gab beispielsweise den Vorlesetag, das Drachengold-Festival und das Buchgeschenk zum Welttag des Buches. Ergänzt wurden die Aktionen durch fünf Galerie-Ausstellungen, acht Lesungen, der Veranstaltungsreihe Monokel, den deutsch-französischen Literaturkreis und den monatlichen Spielekreis. Letzterer sei „Wegbereiter für andere Einrichtungen“, sagt Büchereileiter Björn Rodenwaldt. Nach dem Geretsrieder Vorbild seien in Penzberg und Bad Tölz inzwischen eigene Konzepte erarbeitet worden.

Vorreiter ist die Geretsrieder Stadtbücherei auch mit dem Gaming-Raum, der im Dezember eingeweiht wurde. „Der Besuch lohnt sich nicht nur für Technikaffine“, unterstreicht Rodenwaldt. In dem Raum lasse es sich auch gut über die virtuelle Welt diskutieren. Laut Loibl sei das neue Angebot bisher ein großer Erfolg. Auch mit der angebotenen Virtual-Reality-Brille habe man positive Erfahrungen gemacht. 

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