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Die Bauarbeiten am Karl-Lederer-Platz sind in vollem Gange. 

Für eine Million Euro 

Geretsrieder Stadtrat will Rathaus barrierefrei machen

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Die Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz wird bereits gebaut. Jetzt muss der Geretsrieder Stadtrat schnell entscheiden: Das Rathaus soll barrierefrei angeschlossen werden.

Geretsried– Das Rathaus bekommt einen direkten Zugang zur neuen Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz. Wenn alles fertig ist, gelangen die Besucher über eine Rampe und – aus Brandschutzgründen – eine Schleuse zur Stadtverwaltung. In einem zweiten Bauabschnitt wird das Rathaus nächstes Jahr mit einem Aufzug ausgestattet. Die Pläne stellte Johannes Eck, Büroleiter bei Kehrbaum-Architekten, jetzt dem Stadtrat vor. Die Kosten belaufen sich auf über eine Million Euro.

Die Arbeiten für die Tiefgarage sind in vollem Gange. „Mit der Einfahrt und der Anbindung zum Rathaus muss schon recht zeitnah im Mai begonnen werden“, erklärte Eck. Dafür, aber auch für die später geplante Verlegung der Tiefgarageneinfahrt auf die Böhmwiese ist eine Verlegung der Sparten, also der unterirdischen Leitungen, notwendig. Kosten: rund 500 000 Euro.

Im Jahr 2019 soll das Rathaus endgültig barrierefrei werden. Geplant ist ein Aufzug im Bereich des Einwohnermeldeamts. Für die Positionierung gibt es zwei Modelle: Kommt der Aufzug näher an die Treppe, ist das raumsparender für die Büros. Wird er ein paar Meter nach hinten versetzt, bleibt die Großzügigkeit des Vorraums vor dem Sitzungssaal im Dachgeschoss erhalten. Einen Aufzug in das fast 80 Jahre alte Gebäude einzubauen, ist eine Herausforderung. Aber „wir haben eine platzsparende und kostengünstige Variante gefunden“, sagte Eck. Bisher gibt es im Rathaus nur einen Treppenlift, der bei Bedarf aktiviert werden kann. Stadträtin Karin Schmid (CSU) bat mit Nachdruck darum, dass der Aufzug groß genug ist, damit ein Rollstuhl samt Begleitperson hineinpasst. „Das liegt mir sehr am Herzen.“

Stadtbaurat Rainer Goldstein geht derzeit selbst auf Krücken und weiß, wie mühsam es ist, sich mit einer Gehbehinderung im Rathaus zu bewegen. Er merkte zu den Aufzug-Plänen an, dass die Verwaltung darüber nachdenke, unterm Dach kurzfristig Ersatzbüros zu schaffen. Im Zuge der Maßnahme sollen auch die Flure hergerichtet werden. Für die Anbindung des Rathauses an die Tiefgarage sind im Haushalt 750.000 Euro eingeplant, für den Aufzug 220.000 Euro. Hans Ketelhut (CSU) äußerte „größte Bedenken, dass wir damit hinkommen“.  sw

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