900.000-Euro-Projekt in Planung

Geretsrieder Tennisclub träumt von einer Halle - Sponsoren gesucht

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Der Tennisclub (TC) Geretsried hat einen Traum: den Bau einer neuen Tennishalle. Das Einzige, was noch fehlt, ist ein Partner für dieses 900.000 Euro teure Projekt.

Geretsried – In Betracht für die Halle, die sich der Tennisclub wünscht, kämen die Stadt, der TuS Geretsried oder ein privater Investor. Die Planung ist weit fortgeschritten. Den Vorentwurf habe das Landratsamt bereits genehmigt, sagte Vorsitzender Klaus Köhler am Stammtisch „Sport in Geretsried“ der Freien Wähler. „Wir könnten die Halle also jederzeit bauen.“ Bleibt noch das Problem der Finanzierung.

„Alleine können wir das keinesfalls stemmen“

„Alleine können wir das keinesfalls stemmen“, betonte Köhler. 20 Prozent der Kosten würde der Bayerische Landessportverband übernehmen. Zehn Prozent könnten über einen günstigen Kredit finanziert werden. Bleibt eine vergleichsweise überschaubare Summe übrig, da das Grundstück der Stadt gehört, Köhler die Bauleitung übernehmen und die Pläne zeichnen würde: „Um einen Architekten braucht Ihr Euch also auch nicht mehr zu kümmern – so günstig bekommt man selten eine Halle“, sagte Köhler in Richtung der anwesenden Stadträte.

Als Partner könnte sich der Clubchef die Stadt Geretsried vorstellen: „Wenn die Stadt 50 Prozent der Kosten übernehmen würde, könnte sie auch 50 Prozent der Hallenzeiten nutzen.“ Profitieren könnten beispielsweise die Schüler der benachbarten Isardamm-Schule. Ebenso denkbar sei, dass der TuS Geretsried mit seinen Badminton-, Volleyball und Tischtennissparten die Halle nutzt.

Halle vielseitig nutzbar

Stephan Heinle, ehemaliger Vorsitzender des TuS, bekundete Interesse. An Vormittagen gebe es Bedarf an zusätzlichen Hallenflächen. Gerade aus der Turnabteilung gebe es viele Anfragen. Denkbar sei auch eine Nutzung durch die Badmintonspieler, die allerdings ab der Bayernliga eine sieben Meter hohe Halle benötigen. „Wegen der Größenordnung müsste man sich eben abstimmen“, sagte Köhler, der überzeugt ist, dass sich das Projekt rechnet. Er habe fünf Hallen besichtigt – unter anderem in Deggendorf, Ergolding und Ergolsbach. Alle seien vor zehn Jahren erbaut worden und werfen einen Ertrag ab – bei einem maximalen Stundensatz von 20 Euro. Ein Grund dafür seien die extrem niedrigen Energiekosten von vier Euro je Stunde.

Eine Traglufthalle, die von Oktober bis März aufgebaut wird, wäre nach Ansicht von Köhler die deutlich schlechtere Alternative. Die Energiekosten lägen hier bei 35 000 Euro pro Jahr. Zudem seien 20 Personen notwendig, um sie auf- und abzubauen.

Rubriklistenbild: © dpa

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