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Michael Hopfesmit seinem SchützlingJulian Yee (re.). Foto: privat

Michael Hopfes zurück aus Pyeongchang

Geretsrieder Trainer bei Olympia: „Medienrummel war immens“

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Der Erfolg für  Trainer Michael Hopfes und Eiskunstläufer Julian Yee in Pyeongchang blieb aus. Wir haben den Geretsrieder nach seinen Olympia-Eindrücken befragt.

Groß waren die Erwartungen von Julian Yee und seinem aus Geretsried stammenden Trainer Michael Hopfes vor dem Start in Pyeongchang. Immerhin war der 20-Jährige der erste Eiskunstläufer aus Malaysia, der sich für die Olympischen Winterspiele qualifiziert hatte. Sportredakteur Thomas Wenzel sprach im Nachgang mit Hopfes, in den späten 1990er Jahren einer der besten deutschen Eiskunstläufer.

Herr Hopfes, mit der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen hatte Ihr Schützling Julian Yee sein erstes großes Ziel erreicht. Wie sah es mit dem zweiten aus, dem Einzug ins Finale der besten 24 Eiskunstläufer?

Michael Hopfes: Julian wurde nach dem Kurzprogramm 25., was leider nicht für den Finaleinzug gereicht hat. Er hatte auf dem Eis wirklich alles gegeben, was er konnte. Eine kleine Unsicherheit bei der Landung eines Sprungs war alles, was nicht perfekt war. Wir waren am Ende nicht unzufrieden mit dem Lauf und der Platzierung. Aber natürlich wäre es schön gewesen, wenn er das Finale erreicht hätte.

Julian Yee war der erste Malaye, der sich für die Winter-Olympiade qualifiziert hatte. Wie groß war der Presserummel?

Michael Hopfes: Oh ja, der Medientrubel war immens. Jeden Tag hatten wir mindestens zwei Interviews, darunter auch live im Fernsehen.

Es waren auch für Sie die ersten Olympischen Spiele. Welche Eindrücke nehmen Sie aus Südkorea mit?

Michael Hopfes: Es war schon eine tolle Erfahrung bei den Olympischen Spielen dabei sein zu dürfen. Schon allein die Möglichkeit zu haben, sich mit den besten Sportlern der Welt und deren Trainern austauschen zu können. Die Eröffnungsfeier war auch der absolute Wahnsinn. Ach ja, so ganz nebenbei: Im olympischen Dorf gab es unter anderem einen 24 Stunden-McDonalds – bei dem man nichts bezahlen musste. Der war übrigens immer recht gut besucht (lacht).

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