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Stöbern im neuen Programmheft: (v. li.) VHS-Mitarbeiterin Karin Biedermann, städtische Fachbereichsleiterin Nadine Wickert und VHS-Leiterin Beate Ruda.  

Kurse sind beliebt

Geretsrieder VHS bietet 220 Veranstaltungen im neuen Semester

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Die Kurse der Geretsrieder VHS sind beliebt. 220 Veranstaltungen bietet die Erwachsenenbildungseinrichtung im neuen Semester.  Der Erfolg birgt eine Herausforderung.

Geretsried – Die Volkshochschule (VHS) soll sich neben der Stadtbücherei und dem Archiv langfristig am Rathaus ansiedeln. „Es wäre schön, wenn wir in ein neues Gebäude ziehen könnten“, sagt VHS-Leiterin Beate Ruda. Bis es soweit ist, arbeitet sie aber mit den vorhandenen Mitteln – und das ziemlich erfolgreich.

Im Februar startet die Erwachsenenbildungseinrichtung ins Frühjahr-Sommer-Semester. 220 Veranstaltungen bietet die VHS an, darunter eine Reise nach Brüssel ins politische Zentrum Europas, Vorträge der beliebten Monokel-Reihe für Senioren, verschiedene Kurse vom Schweißen, über Sprachen bis hin zu Kunst und Kochen.

Die Vorbereitung für die beiden Programmhefte im Jahr ist umfangreich. Deswegen ist Ruda froh, dass die Halbtagsstelle in der VHS nachbesetzt werden konnte. Seit Oktober unterstützt sie Karin Biedermann. Zuvor arbeiteten Aushilfen aus dem Rathaus und Praktikanten der Fachoberschule (FOS) mit. „Es ist aber etwas ganz anderes, wenn eine permanente und eingearbeitete Kraft hier ist.“

FOS-Praktikanten können dennoch weiterhin einen Einblick in die Arbeit der Erwachsenenbildungseinrichtung bekommen. „Sie lernen hier im weitesten Sinne Verwaltung, den Umgang mit Bürgern, die Freundlichkeit am Telefon, den Mail-Verkehr mit Dozenten und die Vorbereitung der Seminare“, erklärt die VHS-Leiterin.

Ruda und Biedermann teilen sich ein Büro in der Stadtbücherei an der Adalbert-Stifter-Straße. Im Untergeschoss hat die VHS einen eigenen Seminarraum. Der reicht allerdings längst nicht für alle Veranstaltungen. Deswegen sind die quer über die Stadt verteilt. „Für die Sportkurse bekommen wir Belegungszeiten in den städtischen Turnhallen und im Hallenbad, auch die Kirchen unterstützen uns sehr“, sagt Ruda. Sprach- und Kochkurse finden im Stifterhaus der Mittelschule statt. „Wir wurschteln uns so durch, aber das Raumproblem ist für jede VHS eins.“ Einrichtungen wie die in Pullach, die eine eigene Turnhalle zur Verfügung hat, sind die Ausnahme.

Lesen Sie auch: Besucher-Rekord in der Geretsrieder Stadtbücherei

Dabei „gebe es einiges, was wir mit modernen Räumen besser machen könnten“, sagt Ruda. Auch wenn sie froh um die Räume sei, die sie hat, seien die Schulklassenzimmer eigentlich nicht für einen modernen und qualifizierenden Unterricht geeignet. Und es wäre auch schön, den beliebten Wirbelsäulengymnastikkurs zu teilen. Auch die Wassergymnastik könnte die VHS doppelt anbieten, was die Nachfrage betrifft.

Manchmal wird die VHS als verstaubt abgetan oder die Angebote als Hausfrauenkurse belächelt. Dem widerspricht die Leiterin vehement. „Wir könnten auch für Firmen Weiterbildungen anbieten und könnten von heute auf morgen gute Dozenten organisieren“, sagt Ruda. Sie, die Politikwissenschaft studiert hat, legt besonderen Wert darauf, aktuelle Themen abzudecken. „Politische Bildung ist in der heutigen Zeit ganz, ganz wichtig.“

Seit 2010 hat sich die Teilnehmerzahl laut Ruda mit über 2100 im Jahr fast verdoppelt. Mehr als die Hälfte ist über 50 Jahre alt, und zwei Drittel sind Frauen. Aber heuer haben sich laut Ruda mehr Männer als sonst angemeldet. Bei ihnen beliebt: unter anderem eine Führung über den Münchner Flughafen, Whisky-Seminare und Kampfsport-Kurse.

sw

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