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Auf eine Neuauflage: An vielen Tagen war das Festzelt voll – sehr zur Freude von Festwirt Christian Fahrenschon.  

Positive Bilanz

Geretsrieder Waldsommer: Neues Konzept hat eingeschlagen

Veranstalter und Besucher sind zufrieden mit dem Waldsommer 2017. Das neue Konzept hat sich bewährt. Festwirt Christian Fahrenschon möchte nächstes Jahr wiederkommen.

Geretsried – Festwirt Fahrenschon blickt zufrieden auf die Waldsommer-Woche zurück. Nur eine einzige Veranstaltung fand er enttäuschend von der Resonanz her: das Band-Battle von Radio Alpenwelle am Samstag. Ansonsten zeigt er sehr angetan von Geretsried. „Alles nette Leute, und der Bürgermeister war jeden Abend da. Das gibt’s woanders nicht“, sagt er anerkennend.

Konzept hat „gezündet“

Das Konzept vom Waldsommer habe „gezündet“ meint Fahrenschon selbstbewusst. Am Dienstag, als es die Maß Bier und das Hendl vergünstigt gab, seien die Geretsrieder in Strömen gekommen. Auch der Abend der Betriebe und die Wochenenden seien gut besucht gewesen. Dass Biergarten und Zelt am Seniorennachmittag der Stadt voll sein würden, habe er gewusst, so Fahrenschon. Eine „echte Überraschung“ sei für ihn aber die äußerst erfolgreiche italienische Nacht am Donnerstag gewesen, die Kulturreferent Hans Ketelhut wiederbelebt hatte.

„Wir schauen uns am Montag in Ruhe die Zahlen an und entscheiden dann in der Familie, ob wir nächstes Jahr wiederkommen“, sagt der Rosenheimer. „Aber ich denke schon.“ Falls ja, verspricht Fahrenschon einen häufiger von den Gästen geäußerten Kritikpunkt zu ändern: die etwas „unromantische“ Beleuchtung im Biergarten.

Müller will an beiden Umzügen festhalten

Bürgermeister Michael Müller will an den beiden Umzügen am Eröffnungsabend und am darauffolgenden Sonntagnachmittag festhalten. Er ist überzeugt, dass beim nächsten Mal mehr Teilnehmer aus den Nachbargemeinden beim Trachtenumzug am Sonntag teilnehmen werden. Diesmal fand das Gaufest in Baiernrain zeitgleich statt. Ein einziger großer Festzug mit Geretsrieder Vereinen und Trachtenträgern aus der Umgebung würde die Kapazität des Zelts sprengen, befürchtet Müller.

Der Termin für den Waldsommer – eine Woche später als in den Vorjahren – hat sich seiner Meinung nach bewährt. Insgesamt habe er an den zehn Tagen, die er auf dem Fest war, „nur positive Stimmen“ gehört, sagt der Bügermeister. Auch die von Fahrenschon neu eingeführte Maibaumbar sei „quer durch alle Altersgruppen“ angenommen worden.

Zufrieden ist auch Sabine Trollmann, die als Chefin des gleichnamigen Schokofrüchte-Stands seit über 20 Jahren auf dem Geretsrieder Sommerfest vertreten ist. „Nachmittags war es den meisten Familien zwar zu heiß für einen Volksfestbummel, aber besser so als Regen“, sagt sie. Die neue Aufstellung der Fahrgeschäfte und Buden entlang einer Gasse gefällt Trollmann gut.

Wunsch nach größerem Biergarten

Die 15-jährige Leah aus Geretsried dagegen sagt, der Platz in der Mitte sei ihr lieber gewesen: „Das war übersichtlicher und besser als Treffpunkt geeignet.“ Oliver Aigner aus Waldram, unterwegs mit seinem fünfjährigen Sohn Leopold, dagegen findet den langen Gang schöner. Er war am Mittwoch, dem Familientag mit „sehr fairen Preisen“, und am Samstag auf dem Fest. „Man sollte das Zelt immer so klein lassen wie heuer, um stattdessen mehr Platz auf der Terrasse und im Biergarten zu erhalten“, sagt der Waldramer. Der Waldsommer erinnere ihn heuer an die Geretsrieder Sommerfeste seiner Jugend, als ähnlich viel los war.

Trotz des Besucherandrangs berichten Polizei, Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und Sicherheitsdienst nur von sehr wenigen Zwischenfällen. „Wir hatten nur ein paar Wespenstiche zu versorgen, kein einziges Hitzeopfer“, sagt Maximilian Strasser vom BRK. Die Firma Oberland Security mit Sitz in Hausham war vom Wirt engagiert worden. „Wir konnten jeden kleineren Konflikt durch Reden regeln. Die Geretsrieder sind ein sehr friedliches, angenehmes Publikum“, sagt Unternehmenschef Fritz Schäffler.

Tanja Lühr

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