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Strahlende Gewinner: Die Schüler der Bläserklasse des Geretsrieder Gymnasiums sind in München zu inoffiziellen bayerischen Meistern gekürt worden.

Erst eine Panne, dann der Triumph

Bläser des Gymnasiums gewinnen Musikwettbewerb

Geretsried/München – Die Bläserklasse des Gymnasiums Geretsried hat allen Grund zum Jubeln. Sie sind in München "inoffizieller bayerischer Meister" geworden.

Großer Erfolg für das Geretsrieder Gymnasium beim Bläserklassen-Wettbewerb in München: Die 32 Schüler der fünften Jahrgangsstufe boten einen überragenden Auftritt und gewannen den ersten Platz. Die Jury kürte die Klasse somit zum inoffiziellen bayerischen Meister in ihrer Kategorie.

Die Jury kürte die Klasse somit zum inoffiziellen bayerischen Meister in ihrer Kategorie.

Damit geht die Erfolgsgeschichte der Bläserklasse weiter: Erst seit 2014 gibt es eine solche am Gymnasium, und zwar in Kooperation mit der städtischen Musikschule. Im vorigen Jahr nahm die Klasse zum ersten Mal an dem Wettbewerb teil – und belegte direkt einen sehr guten vierten Platz. Heuer folgte dann im zweiten Anlauf die Krönung. „Wir sind sehr stolz“, sagt Alfred Menzinger, Leiter der Bläserklasse. Auf die Top-Platzierung sei die ganze Schulfamilie stolz: die Schüler, die Eltern, die Intrumentallehrer und Schulleiter Dr. Hermann Deger.

Die Leistung ist als besonders gut einzustufen, weil das Teilnehmerfeld in dem Wettstreit so groß wie noch nie war, sagt Menzinger. 29 Bläserklassen hatten sich bei dem vom bayerischen Blasmusikverband ausgerichteten Wettbewerb angemeldet. Sie alle reisten nach München, um sich dort den kritischen Ohren der Juroren zu stellen.

Sie alle reisten nach München, um sich dort den kritischen Ohren der Juroren zu stellen.

Schüler des Geretsrieder Gymnasiums traten in beiden Kategorien an: Gruppe eins für Bläser im ersten Ausbildungsjahr sowie Gruppe zwei für Musiker im zweiten Ausbildungsjahr. Die 6c in Gruppe zwei zeigte in der alten Kongresshalle „eine sehr konzentrierte Leistung und meisterte ihr sehr anspruchsvolles Programm souverän“, sagt Menzinger. Für die Interpretation eines Zwiefachen als Pflichtstück erhielten die jungen Nachwuchsmusiker sogar das Prädikat „sensationell“. Allerdings sagte der Jury insgesamt die Auswahl der Stücke nicht zu, erklärt der Musiklehrer, „sodass zwar immerhin die Top Ten erreicht wurden, aber diesmal mit Platz 10 kein ganz großer Preis herausgesprungen ist“. Die Wertungen von Platz fünf bis zehn lagen aber ganz eng zusammen. „Da ging es nur um wenige Punkte. Die Klasse hat ihr bestes gegeben und toll gespielt. Eine bessere Bewertung wäre verdient gewesen.“

Es sei in dem Wettbewerb enorm schwer, relativiert Menzinger, die oft äußerst unterschiedlichen Besetzungen halbwegs objektiv miteinander zu vergleichen. Die Wertungsrichter seien um ihren Job nicht zu beneiden.

Umso größer war bei der Delegation aus Geretsried der Jubel bei der Siegerehrung, als der erste Platz für die Altersgruppe eins verkündet wurde. Mit 277 von 300 möglichen Punkten erzielte die 5c das Topresultat bei den Schülern, die seit September 2015 ihr Instrument lernen. Der Wettbewerb, der im großen Saal des Augustiner-Kellers ausgetragen wurde, begann direkt mit einer Panne: Das mitgebrachte elektrische Klavier, das als zusätzliches Begleitinstrument eingesetzt werden sollte, versagte auf der Bühne den Dienst. Die Fünftklässler ließen sich davon nicht beeindrucken: Sie spielten, klatschten und sangen ihre drei Beiträge. Und zwar auf den Punkt exakt und mit großer Leidenschaft, wie das Preisgericht im Wertungsurteil attestierte.

Mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro Preisgeld trat der 70-köpfige Tross schließlich die Heimreise an.

Schwer beladen mit Instrumenten, Pokal, Urkunden und einem Scheck mit 500 Euro Preisgeld trat der 70-köpfige Tross schließlich die Heimreise an, berichtet Menzinger. Der völlig überraschende Triumph sorgte für ausgelassene Stimmung und strahlende Gesichter. „Die Schritte wirkten auf dem Rückweg zur S-Bahn leicht, trotz des umfangreichen Gepäcks.“ red

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