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Hier entsteht die neue Mitte von Geretsried: Mit einem Eilantrag wollte ein Anwohner das Vorhaben stoppen. Doch das Verwaltungsgericht hat den Antrag als unzulässig abgelehnt.

Antrag ist unzulässig

Gericht lehnt Eilantrag ab: Kein Baustopp am Karl-Lederer-Platz

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Am Karl-Lederer-Platz in Geretsried gibt es keinen Baustopp. Das Verwaltungsgericht München befand den Eilantrag der Antragsteller als nicht zulässig.

Geretsried – Das Verwaltungsgericht München hat einen Eilantrag gegen das Bauvorhaben der Projekt KLP UG am Karl-Lederer-Platz 20 abgelehnt. Das teilt die Pressestelle auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Mit dem Eilantrag wollte der Antragsteller erreichen, dass die Bauherren nicht von ihrer Baugenehmigung Gebrauch machen dürfen, bis über deren Rechtmäßigkeit entschieden ist. Hätte das Gericht dem Eilantrag entsprochen, hätte das einen Baustopp im Geretsrieder Zentrum bedeutet.

Dazu kommt es mit dem Beschluss vom 6. Dezember nicht. Das Gericht begründet seine Ablehnung damit, dass der Eilantrag unzulässig sei, weil eine Verletzung von Rechten der Antragsteller nicht ausreichend dargelegt worden sei. Zudem sei er in der Sache nicht begründet. „Eine im vorliegenden Verfahren allein relevante Verletzung von Rechten der Antragsteller in ihrem Sondereigentum der benachbarten Wohnungseigentümergemeinschaft komme nicht in Betracht“, zitiert Pressesprecher Dr. Claus Fischer das Gericht.

Keine ausreichenden Anhaltspunkte

Das Vorhaben entspreche den Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Für eine Unwirksamkeit des Bebauungsplans ergäben sich aus dem Vorbringen der Antragsteller keine ausreichenden Anhaltspunkte. Verfahrensfehler oder inhaltliche Fehler seien nicht ersichtlich. „Eine Gemeinde könne im Rahmen der Abwägung bei der Aufstellung eines Bebauungsplans rechtmäßig zugunsten eines städtebaulichen Konzepts zur Verdichtung der Bebauung andere Belange zurückstellen“, heißt es.

Der Eilantrag gehört zu einer von insgesamt fünf Nachbarklagen gegen die beiden den Karl-Lederer-Platz betreffenden Baugenehmigungen. Weitere Eilanträge gibt es laut Gericht nicht. „Da alle Klagen erst Ende Juni, Anfang Juli 2017 beim Verwaltungsgericht München eingegangen sind, kann zum Zeitpunkt einer mündlichen Verhandlung in diesen Hauptsacheverfahren noch keine Einschätzung erfolgen“, so Fischer.

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