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Termin am Amtsgericht: Die Sieber-Gläubiger tagten am Donnerstag hinter verschlossenen Türen. 

Einstimmiger Beschluss der Gläubiger

Sieber-Gläubiger verklagen den Freistaat

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Geretsried - Es hatte sich angedeutet, jetzt ist es Fakt: Die Gläubiger der bankrott gegangenen Großmetzgerei Sieber haben den Beschluss gefasst, den Freistaat Bayern zu verklagen. Es geht um viele Millionen Euro.

Wie die Pressesprecherin des Amtsgerichts, Anne Köhn, mitteilt, hat die Gläubigerversammlung am Donnerstagvormittag den Beschluss einstimmig gefasst. Damit schlossen sich die Gläubiger der Argumentation von Insolvenzverwalter Dr. Josef Hingerl an, der das Vorgehen der Behörden als völlig überzogen und politisch motiviert attackierte. Das Landratsamt hatte im Mai von einem Tag auf den anderen über die Geretsrieder Großmetzgerei einen totalen Produktions- und Vertriebsstopp verhängt - ein in der Wirtschaftsgeschichte des Landkreises einmaliger Vorgang. Außerdem musste Sieber Tonnen von Fleisch zurückrufen und vernichten. Die Insolvenz und der Bankrott des Unternehmens war praktisch zwangsläufig, es fand sich schlicht kein Geldgeber mehr. Grund für das rigorose Vorgehen der Behörden war der Verdacht, dass nach Meinung von Experten ein auf Sieber-Produkten gefundener Bakterienstamm für eine Epidemie in Süddeutschland mit Todesfällen verantwortlich sein soll. Die Quelle der Verunreinigung, so die Schlussfolgerung der Behörden, könne nur das Werksgelände in Geretsried sein. Und im Zweifelsfall gehe Verbraucherschutz vor wirtschaftlichen Interessen. Das Verwaltungsgericht hatte die Maßnahmen der Behörden bereits in zwei Verfahren gebilligt. 

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