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In Anzug und Lederhose: (v. li.) Bürgermeister Louis Giscard D‘Estaing, Kollege Michael Müller und Gerhard Meinl, Dritter Bürgermeister und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Geretsried.

Partnerschaftsverein

„Grandiose Tage“: So schön war die Reise nach Chamalières

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90 Geretsrieder besuchten die französische Partnerschaft Chamalières in der Auvergne. Wieder mit nach Hause gebracht haben sie schöne Erinnerungen und große Pläne.

Geretsried/Chamalières – Zwei Busse, beinahe 90 Menschen, dazu das Gepäck für vier Tage in der Auvergne: Die Chauffeure der beiden Vehikel mussten am 2. Juni schon sehr gut schichten, um noch Platz für die drei Fässer Bier zu schaffen. Der Gerstensaft war Pflicht auf der Reise der Geretsrieder in ihre Partnerstadt Chamalières, schließlich „hatten wir einen französisch-bayerischen Abend zu bestreiten“, sagt Gerhard Meinl, Chef des Partnerschaftsvereins.

Dass vom Bier kein Tropfen übrig blieb, ist selbstredend. Das schuf Platz für die Rückreise. Nun lagerten in den Gepäckräumen der Busse französische Spezereien: „In einer guten Anzahl von Geretsrieder Haushalten gibt es seit Mittwochabend ganz besondere Dinge zu genießen: Käse, Wurst, Senf, Kosmetika – alles Dinge, die unsere Reisegruppe erstanden hat“, schwärmt Edith Peter, Sprecherin des Partnerschaftsvereins.

Schon Pläne für die 35-Jahr-Feier geschmiedet

In den Tagen zwischen Hin- und Rückreise hatte die Geretsrieder Abordnung – darunter viele Stadträte, eine große Gruppe Musikschüler mit ihren Leiterinnen Sabrina Schwenger und Sabine Beyer, die Line-Dancers unter der Leitung von Liane Schmidts und Rathauschef Michael Müller – eine Menge Spaß.

Bei einem gemeinsamen Arbeitsessen am Freitag zurrten die Bürgermeister Louis Giscard d’Estaing – etwas gestresst vom aktuell laufenden Wahlkampf – und Michael Müller sowie Mitglieder der beiden Partnerschaftskomitees und einige Stadträte zunächst einen wichtigen Termin fest: Die Franzosen besuchen im kommenden Jahr vom 26. bis 29. Juli Geretsried. Und da die Freundschaft zwischen Bayern und Auvergnern dann exakt 35 Jahre besteht, hat Meinl zur Feier des Jahres „eine Blasmusik-Komposition in Auftrag gegeben“. Sie trägt den Titel „Die Winde der Berge“. Bläser beider Städte, darunter die Gartenberger Bunkerblasmusik, sollen das Werk auf dem Waldsommer spielen.

Die Line-Dancers unter der Leitung von Liane Schmidts zeigten ihre Tanzkünste.

Tanz und Musik bringen die Menschen zusammen

Doch zurück zur aktuellen Reise. Erster Höhepunkt war ein gemeinsamer Tanzabend am Samstag, den die Line-Dancers und die Akteure von Chamalières-Dances unter der Leitung von Pierre Enjalbert anboten. „Keinen der Gäste hielt es lange auf den Stühlen. Alle hatten riesigen Spaß“, berichtet Edith Peter. Mit einer zweisprachigen Messe, gehalten von Père Lachet, dem Vicaire Général aus dem benachbarten Clermont-Ferrand, und Diakon Klemens Irmer, begann der Pfingstsonntag. Die Musik dazu steuerte das „Orchestre du Jumelage“ bei. Es war besetzt mit Schülern aus den Musikschulen beider Städte und extra für diesen Tag aus der Taufe gehoben worden. Die Initiative war von Christophe Pereira ausgegangen, Leiter der Musikschule in Chamalières. Meinl: „Was die jungen Leute nach nur einer gemeinsamen Probe am Samstag auf die Beine gestellt haben, war wirklich sensationell gut.“ Edith Peter ist ebenfalls voll des Lobes – denn bei dem Auftritt in der Kirche war es nicht geblieben: „Unsere Musikschüler haben sich bei einem Konzert unter der großen Zeder im Hof des Rathauses bestens mit modernen Improvisationen geschlagen.“ Das „Orchestre de Jumelage“ habe Musik von Händel gespielt, eine gemeinsame Jazzcombo sei ebenfalls aufgetreten.

Schüler der Geretsrieder Musikschule waren ebenfalls mit nach Frankreich gereist.

Und noch ein drittes Mal schlug die große Stunde der Geretsrieder Musikanten. Just an besagtem Freundschaftsabend stand Clermont-Ferrand im Finale der französischen Rugby-Meisterschaft dem Team aus Toulouse gegenüber. Die Rugby-verrückten Mitglieder der Combo „Les Informels“ wollten nicht auf die Übertragung – überall waren Fernseher aufgestellt – des Matches ihrer gelb-blau bedressten Lieblinge verzichten. Also sprangen die Oberbayern ein. „Die Geretsrieder Musikschule hat uns spontan unter der Leitung von Sabine Beyer mit hervorragender Salonmusik unterhalten und zum Tanzen animiert“, sagt Edith Peter. Und da Clermont-Ferrand auch noch gewann, sei der Abend in grandioser Stimmung ausgeklungen, ergänzt Vereinschef Meinl.

Vorfreude auf das nächste Treffen

Ausflüge rundeten das Programm der Frankreichfahrt ab. Am Montag ging’s bei Traumwetter in das mittelalterliche Städtchen Charroux samt einer Führung durch das Kloster Chantelle. Am Dienstag stand ein Trip auf den 1465 Meter hohen Puy de Dome an. Leider habe das Wetter umgeschlagen, bedauert Edith Peter. „Die Wanderer wurden beim Aufstieg auf dem Gipfel heftigst von einem kalten Wind durchgepustet.“ Ebenso diejenigen, die mit dem Panoramazug gefahren seien. „Trotzdem war der Ausblick vom Wahrzeichen der Auvergne grandios.“ Für die Sprecherin steht nach der tollen Reise und dem „herzlichen Abschied von unseren Freunden in Chamalières“ auf jeden Fall fest: „Wir werden uns größte Mühe geben, im kommenden Jahr ein tolles Jubiläumsprogramm auf die Beine zu stellen.“

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