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Im wahrsten Sinne des Wortes herausragend: die neue Produktionshalle der Vorholz Hawran GmbH am Kreisverkehr im Geltinger Gewerbegebiet. Verkleidet ist das markante Gebäude mit heimischem Lärchenholz, das mit der Zeit grau wird.

Markante Ecke am Kreisel

„Green City“: Diese kleine Holzstadt entsteht in Gelting

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Aus Holz lassen sich nicht nur Einfamilienhäuser bauen. Auch große Gewerbehallen und mehrgeschossige Gebäude sind inzwischen möglich. Eindrucksvoll beweist das die Vorholz Hawran GmbH aus Gelting mit ihrem kreativen Projekt „Green City L 23“.

Geretsried – Der Startschuss fiel vor vier Jahren. Mittlerweile sei an der Lauterbachstraße in Gelting „eine kleine Holzstadt“ entstanden, sagt Tilmann Vorholz. „Es ist fast alles aus Holz, es wurde nicht eine Kunststofffolie verbaut“, betont der Mit-Geschäftsführer der Vorholz Hawran GmbH. Mitte bis Ende nächsten Jahres, so schätzt der Architekt, könnte alles fertig sein.

Momentan besteht „Green City“ aus fünf Gebäuden – ein weiteres soll folgen. Auf dem hinteren Teil des trapezförmigen Grundstücks stehen zwei Häuser, in denen eine Schreinerei und eine Kunstdruckerei mit Atelier eingezogen sind. Das mittlere Haus ist an einen Hersteller für Hochfrequenztechnik vermietet. Damit verwirklichte der Betrieb das erste viergeschossige Gebäude im Landkreis, das fast ausschließlich aus Holz besteht. Schon mit dieser Fassade, die zum Großteil aus grünen Holzpaneelen besteht, hatte das Holzbauunternehmen für Aufsehen gesorgt. Vorne zur Straße hin ist das markanteste Gebäude platziert: die neue, mit Lärchenholz verkleidete Halle der Vorholz Hawran GmbH, die damit ihre Produktionsfläche verdoppelt hat. „Es schaut aus, als ob unter einer Holzbrücke eine rote Kiste hineingeschoben wurde“, meint Vorholz, der die Konstruktion mit seinem Kompagnon Georg Hawran entworfen und entwickelt hat.

Entworfen haben es Architekt Tilmann Vorholz (li.) und Zimmerermeister Georg Hawran. Die Halle ist Teil des Projekts „Green City L23“.

Zum Großteil belegt das Holzbauunternehmen die Halle selbst. Aber es gibt noch einen Anbau mit zirka 500 Quadratmetern Fläche, der vermietet werden soll. Einen Käufer oder Investor sucht der Bauherr für das letzte Gebäude inklusive Grundstück. Noch ist es nicht gebaut, aber Pläne gibt es laut Vorholz bereits, die auch noch angepasst werden können. „Dann wäre die ,Green City‘ komplett“, sagt der Architekt nicht ohne Stolz.

„Wir wollen zeigen, was alles im Holzbau geht“

Bereits jetzt schon zieht das Projekt die Blicke auf sich. Einmal im Monat, so schätzt der Geltinger, kommen Besuchergruppen, um sich zu informieren. Auch ein Architektur-Professor aus Australien interessierte sich für den Gewerbepark. „Wir wollen zeigen, was alles im Holzbau geht“, sagt der Architekt. „Und wir erfüllen mit unseren Häusern schon die Standards von morgen.“ Der Erfolg scheint dem Handwerksbetrieb Recht zu geben. „Wir haben vor 17 Jahren bei Null angefangen.“ Inzwischen hat das Unternehmen 30 Mitarbeiter.

Geschäftsführer Vorholz würde gerne noch mehr Gewerbebauten umsetzen und weiter in die Höhe bauen. „Warum nicht auch auf der Böhmwiese? Das ist schon eine Option“, meint Vorholz mit Blick auf die Entwicklung des Geretsrieder Stadtzentrums. Zusammen mit einem Investor sei das durchaus möglich. Inzwischen verfüge man über ausreichend Erfahrung und eigene Referenzobjekte. „Ein Holzbau hat Ausstrahlung und ist für viele Bauherren eine Alternative.“

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