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Zahlreiche Gläubige nahmen am späten Freitagnachmittag an der Karfreitagsprozession der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde teil. 

Nach dem Julianischen Kalender

Griechen feiern an diesem Wochenende Ostern

Geretsried - Anderer Kalender, andere Feiertage: Die Griechen in Geretsried feiern an diesem Wochenende ihr Osterfest.

Mit der Karfreitagsprozession begann am späten Freitagnachmittag das Osterfest der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Heiliger Petrus. Weil für die Ostkirche der Julianische und für die Westkirche der Gregorianische Kalender gilt, feiern die Griechen ihr höchstes Fest heuer fünf Wochen nach der katholischen und der evangelischen Kirche.

Angeführt von Bischof Vasilios von Aristi und begleitet von Archimandrit Georgios Siomos, Pfarrer für Geretsried, sowie Priester Plutarchos Konstantinidis zog die Prozession von der Petruskirche zum Rathaus. Das Ensemble „Quattro Musica“ spielte passend zu Karfreitag Trauerlieder. Die Spitze der Prozession bildete ein mit Blumen geschmückter Epitaphios, auf dem sich eine kostbare, auf Stoff gestickte Darstellung der Grablegung Jesu Christi befand. Auf dem Rathausplatz angekommen, wurden Fürbitten gesprochen und byzantinische Hymnen gesungen. Vertreter aus Kirche und Politik sprachen Grußworte.

Am Samstag, 30. April, finden die Osterfeierlichkeiten ihre Fortsetzung. Um 18.30 Uhr wird Priester Konstantinidis in der Petruskirche das Osterlicht an die Gläubigen verteilen. Anschließend wird auf dem Vorplatz der Auferstehungsgottesdienst gefeiert. „Es bietet sich ein schönes Bild, wenn die Gläubigen mit den brennenden Kerzen in der Hand dem Gottesdienst im Freien beiwohnen“, schreibt Pfarrer Siomos. „Während die Glocken der Kirche läuten, umarmen sich die Gläubigen, geben sich den Versöhnungskuss und stoßen als Symbol der Auferstehung Jesu Christi ihre roten Ostereier gegeneinander.“ Alle Geretsrieder sind zu dem Gottesdienst eingeladen.

sas

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