Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte

Zugunglück im Hauptbahnhof von Salzburg - viele Verletzte
+
„Das ist kein Kegelclub“, sagt Enno Strauß (re.)  über das Vokalensemble der Groove Academy. Die bis zu 15 Mitglieder sind mit Disziplin bei der Sache. 

Privates Ausbildungszentrum für Popularmusik

Groove Academy: Enno Strauß ist happy

Seit wenigen Monaten befindet sich die Groove Academy von Enno Strauß in neuen Räumen am Breslauer Weg. Der Leiter des privaten Ausbildungszentrums für Popularmusik ist happy. Er will sein Angebot erweitern.

Geretsried – Der großzügige Saal mit den Oberlichtern und Seitenfenstern, mit Teppichboden, Stühlen und Sofas ist das Herzstück des neuen Domizils. Hier probt das Vokalensemble, hier fangen die jüngsten Musikschüler mit Körperübungen an, hier finden Workshops, Konzerte und Feste statt. Das Büro von Enno Strauß sowie die Unterrichtsräume für Keyboard, Gesang und Gitarre, beziehungsweise E-Bass grenzen an. Sie verfügen über hochwertige Verstärker und Soundstationen.

Besonders glücklich ist der Inhaber der Groove Academy, der selbst Percussion und Gitarre unterrichtet, über das modern ausgestattete Schlagzeug-Studio. Auf Wunsch der anderen Bewohner in dem Gebäude am Breslauer Weg 33 wurde es so schalldicht wie möglich verkleidet. Gespielt wird teilweise auf Silentstroke Drumheads, extra leisen Trommelfellen. Die Jugendbands „The Toddlers“, ehemals „Groovy Kids“, die Gruppe „JB2“ und die Jazz-Combo „The DC Alcodas“ nutzen den Raum regelmäßig zum Proben. In der Kaffeeküche nebenan können sich wartende Eltern oder Schüler selbst versorgen – alles ganz unkompliziert.

Enno Strauß, staatlich anerkannter Musiklehrer, Kaufmann und selbst Musiker, ist froh, nach den bisher eher beengten Verhältnissen in Gewerberäumen an der Jeschkenstraße und dann übergangsweise in Gelting nun auf einem ganzen Geschoss Platz zu haben. 2010 hat er sein privates Musikinstitut als Untermieter der ehemaligen Zimmerei Schreiner an der Jeschkenstraße 12 gegründet. Im Moment beschäftigt er zwei qualifizierte Musiklehrer und eine Buchhaltungskraft. Der Freistaat fördert die Einrichtung, indem er bestimmte Anschaffungen wie Instrumente oder – im aktuellen Fall – die Verlegung des Teppichbodens bezuschusst.

Rund 70 Schüler im Alter von 5 bis 90 Jahren besuchen die Akademie mit Schwerpunkt Rock, Pop und Jazz. Für die Erwachsenen besteht die Möglichkeit, Streifenkarten mit zehn Unterrichtsstunden zu kaufen. „Sie können nach Absprache zweimal in der Woche oder alle 14 Tage kommen – wie es ihnen am besten in ihren Zeitplan passt“, erklärt Strauß.

Das ist nicht der einzige Unterschied zu den kommunal geförderten Musikschulen. In der Groove Academy gibt es zunächst für jeden neuen Schüler in der Regel erst einmal nur Einzelstunden. „Pädagogisch finde ich das sinnvoller. So bekomme ich einen guten Draht zu meinen Schülern. Ich sehe, welchen Lernzugang sie haben, eher auditiv oder eher visuell, und erkenne ihr individuelles Lerntempo“, sagt der Leiter. Würden sich mehrere gleichgesinnte Schüler finden, die gut zueinander passten, sei eine spätere Gruppenbildung im jeweiligen Instrumentalfach oder in einem Ensemble, möglich. „Vor allem das gemeinsame Musizieren in einer Band gibt vielen Schülern zusätzlichen Auftrieb und vermittelt Erfolgserlebnisse“, weiß Strauß.

Die Frühlingskonzerte der Groove Academy im Hinterhalt haben Tradition, ebenso die zahlreichen Auftritte bei öffentlichen Anlässen in und um Geretsried. Bei Strauß, selbst Mitglied bekannter Combos wie der „Monaco Big Band“, der „Pepi Kugler Band“, der „Wallpaper Jazzband“ und dem eigenen Enno-Strauß-Duo, steht das Ergebnis im Vordergrund. „Tägliches Üben gehört dazu“, betont er. Nur wer Erfolge verzeichne, habe nachhaltig Freude am Musizieren. Dies vermittle er auch den Eltern beim ersten Gespräch. Ohne deren Unterstützung gehe es nämlich gerade bei jüngeren Kindern nicht.

Das selbe gilt für das von Strauß geleitete, bereits seit 2007 bestehende Vokalensemble: „Das ist kein Kegelclub.“ Die 15 Mitglieder zwischen 30 und 70 Jahren könnten Noten lesen und seien mit Disziplin bei der Sache.

Für seinen Chor sucht Strauß ebenso Verstärkung, vor allem in den Männerstimmen, wie für sein Team. Gerade konnte er Max Grasmüller für eine Mitarbeit gewinnen. Besteht ausreichend Interesse, sind Kurse für Holzblasinstrumente (Flöte, Klarinette, Saxophon) geplant. Strauß kooperiert im Übrigen auch mit den Blasmusikkapellen im Umkreis. Für die Gartenberger Bunkerblasmusik hat er Schlagzeuger Marius Hammerschmied ausgebildet, mit den Kapellen Münsing und Dietramszell arbeitet er eng zusammen. Strauß: „Das ist eine Facette der Academy, die viele nicht kennen.“ Eine Schnupperstunde ist nach Vereinbarung jederzeit möglich.

Neu im Team

Max Grasmüller verstärkt das Team der Groove Academy. Er bringt eine Ausbildung an der Jazz-School München mit, spielte in der „Monaco Big Band“ und ist festes Mitglied der Gruppe „The Heimatdamisch“ um den Bananafishbones-Drummer Florian Rein. Grasmüller wird ab April jeden Dienstagabend die Fächer Alt-Saxofon, Tenor-Saxofon, Bariton-Saxofon und Klarinette unterrichten. Kostenlose Schnupperstunden gibt es ab sofort dienstags in der Zeit von 18 bis 20 Uhr. Die Terminvereinbarung erfolgt per E-Mail an info@grooveacademy.de oder unter Telefon 0171/ 2 49 99 89.

Tanja Lühr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wolfratshauser Schule wird erweitert: Günstigste Variante kostet gut 22 Millionen
Die Stadt ist der geplanten Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg wieder einen Schritt näher gekommen. Eine Machbarkeitsstudie …
Wolfratshauser Schule wird erweitert: Günstigste Variante kostet gut 22 Millionen
Freeriden für den guten Zweck
Ein Wolfratshauser Ehepaar organisiert zum zwölften Mal einen Benefiz-Wettbewerb auf der Zugspitze. „Wir wollen etwas zurückgeben“, sagt die ehemalige …
Freeriden für den guten Zweck
Nach acht Jahren geht es los: Das interkommunale Hallenbad wird gebaut
Jetzt wird wirklich gebaut. Nach acht Jahren der Diskussion und Planung ist am Donnerstag der Startschuss für das interkommunale Hallenbads gefallen. Für die die …
Nach acht Jahren geht es los: Das interkommunale Hallenbad wird gebaut
Tragisches Schicksal in Wolfratshausen: Jetzt schaltet sich der Landrat ein 
Vier syrische Geschwister leben in Wolfratshausen, die Eltern sind noch in der Türkei. Sie dürfen zwar nachkommen, aber ihre drei weiteren Kinder nicht. Nun äußert sich …
Tragisches Schicksal in Wolfratshausen: Jetzt schaltet sich der Landrat ein 

Kommentare