Die Neun im Herzen und auf der Brust: Das „Team Dave“ trug Davids Mireiders Rückennummer und belegte passend dazu den neunten Rang. Foto: chh

1. David-Mireider-Gedächtnisturnier

Große Emotionen

Geretsried - Vor zwei Jahren starb David Mireider, nur 25 Jahre alt, an Krebs. Mit einem Fußballturnier gedachte der TuS Geretsried seinem ehemaligen Kicker. Viele Zuschauer kamen.

Christian Sacher freute sich riesig, „dass so viele Leute den Weg in die Halle gefunden haben. Ein großer Dank an alle Helfer, Spieler und Zuschauer. Wenn das einer so verdient hat, dann David.“ Der TuS-Jugendleiter und Ex-Teamkollege von David Mireider hatte am Dreikönigstag Freunde, Bekannte und Verwandte des vor zwei Jahren an Krebs verstorbenen TuS-Kickers zum 1. Mireider-Gedächtnisturnier in die Geretsrieder Gymnasiumshalle gelockt, um bei Davids einstiger Lieblingsbeschäftigung, dem Fußball, gemeinsam an ihn zu gedenken.

Auch wenn die Resonanz im Vorfeld sehr positiv war, hätte Turnierorganisator Sacher niemals mit einem derartigen Zuschauerandrang gerechnet: „Ich habe noch nie so viele Menschen in dieser Halle gesehen. Das zeigt einfach wieder, dass der Fußball verbindet und die Vereine aus der Region trotz der Rivalität auf dem Platz bei solchen Anlässen zusammenhalten.“

Das es an diesem Tag nicht ums Gewinnen, sondern um Spaß und vor allem ein würdiges Andenken an Mireider ging, zeigte die Tatsache, dass die FF Geretsried das „Team Dave“ – eine Auswahl aus Freunden und Bekannten des Verstorbenen – im Match um Platz neun mit Absicht gewinnen ließ. „David trug zuletzt die Rückennummer 9, deshalb hat diese Platzierung für unser Team einfach super gepasst. Eine tolle Geste der FFG, vor allem, dass David’s Vater das entscheidende Tor erzielen durfte“, sagte Sacher, der ebenfalls im „Team Dave“ kickte. Die ersten beiden Plätze gingen an den TuS mit seinen beiden Teams. Dritter wurde der Lenggrieser SC.

Auch in den Pausen war einiges geboten. Vor allem der Auftritt der Cheerleader des ESC Geretsried, bei denen auch Davids Schwester mitwirkt, sorgte auf den Rängen für Begeisterung. „Ein besonderer Dank gilt auch den zahlreichen Spendern und Sponsoren: Korbinian Holzer, Weihenstephan, dem TuS-Mittwochsstammtisch und der Firma HS-Service, ohne die das Ganze nicht möglich gewesen wäre“, sagte Sacher zum Schluss. Neben den vielen Spenden geht auch ein Großteil der Einnahmen an die Palliativstation des Klinikums Großhadern, in der David Mireider seine letzten Wochen verbracht hatte. Das lag Christian Sacher und dem TuS Geretsried besonders am Herzen.

Christoph Herberth

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