Bundestag beschließt Pkw-Maut

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„Ecoleben“ nennt sich das Bauvorhaben der Firma Krämmel am Isardamm 133. Dort entstehen bis Spätherbst 2018 insgesamt 34 Eigentumswohnungen und zwölf Reihenhäuser

Große Pläne am Isardamm

Bauboom hält an

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  • Sabine Schörner
    Sabine Schörner
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Geretsried – Das Gesicht von Geretsried verändert sich. Nach und nach verschwinden die alten Bunker aus der Zeit der Rüstungswerke aus dem Stadtbild. Stattdessen entstehen neue moderne Wohnhäuser. Drei kleinere Vorhaben brachte der Bauausschuss am Dienstagabend auf den Weg. Derweilen wird am Isardamm 133 bereits groß gebaut.

Bis Anfang des Jahres stand auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Grundstück nur ein alter Bunker. Die Firma Böhm & Meinl stellte dort Metallblasinstrumente her. Im Februar wurde das Gebäude abgebrochen und das Grundstück abgeholzt. Die Firma Krämmel baut dort insgesamt 46 Wohneinheiten. Zur Straße hin entstehen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit einmal 14 und einmal 20 Wohnungen, dahinter zwei Reihenhauszeilen mit je sechs Häusern. Für die gesamte Anlage sind 80 Stellplätze erforderlich. 69 werden in einer Tiefgarage gebaut, der Rest wird oberirdisch angelegt.

Das Projekt trägt den schönen Namen „Ecoleben“ und zeichnet sich nach den Worten des Krämmel-Architekten Olaf Breuer durch seine Energieeffizienz und Nachhaltigkeit aus. Gebaut werden die Häuser nach dem KfW-55-Standard, zur Stromerzeugung werden Photovoltaikanlagen installiert. Außerdem soll es ein Wärmepumpenheizungssystem mit Erdsonden geben.

„Eigentlich wollten wir auf dem Grundstück drei schützenswerte Bäume erhalten“, erklärt Breuer im Gespräch mit unserer Zeitung. „Die sind aber dem Grundwasserschutz zum Opfer gefallen.“ Die Bäume mussten weichen, damit die Baugrube mit Spundwänden eingefasst werden konnte. Diese Maßnahme sei in enger Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim erfolgt und soll sicherstellen, dass sich die Bebauung nicht negativ auf die Grundwasserströme auswirkt, erläutert der Architekt. Es sei aber mit der Stadt vereinbart, dass für die drei Bäume Ersatz gepflanzt wird.

Breuer geht davon aus, dass die Wohnanlage im Spätherbst 2018 bezugsfertig ist. Insgesamt stehen 34 Wohnungen und zwölf Reihenhäuser zum Verkauf. Angeboten werden Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen mit Balkon oder Garten. Der Kaufpreis liegt laut Exposé zwischen 255 000 und 845 000 Euro. Die großen Penthouse-Wohnungen im Dachgeschoss sind „preislich etwas höher angesiedelt“, ergänzt Breuer. Ein Reihenhaus mit Garten und einer Wohnfläche von etwa 140 Quadratmetern ist für 640 000 Euro zu haben.

Mit der bisherigen Nachfrage sei man sehr zufrieden, sagt Breuer. Die Interessenten auf der Reservierungsliste seien sowohl Kapitalanleger als auch Eigennutzer – und zu 90 Prozent ortsansässig. Den Architekten überrascht das nicht: „Die Lage passt, die Grundrisse sind sehr funktionell und die Ausstattung ist hochwertig.“

Das derzeit größte Wohnungsbauprojekt – nicht nur in Geretsried, sondern in ganz Oberbayern – befindet sich wie berichtet in der Planungsphase. Auf dem ehemaligen Lorenz-Areal an der Banater Straße will die Firma Krämmel in Kooperation mit der Baugenossenschaft Geretsried bis zu 700 Wohnungen errichten: Jeweils 30 Prozent Sozialwohnungen und bezahlbare Mietwohnungen sowie 40 Prozent Eigentumswohnungen. Der Spatenstich ist für 2017 geplant.

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