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In der Warteschleife: Erst im Entwicklungs- und Planungsausschuss am 18. Oktober wird über die Neubaupläne im Stadtzentrum weiter beraten.

Beratung über Stadtzentrum und Lorenz-Areal bis Oktober vertagt

Großprojekte geraten ins Stocken

Geretsried - Die Beratung über das Stadtzentrum und das Lorenz-Areal ist bis Oktober vertagt. Es müssen über 60 Stellungnahmen bearbeitet werden.

Am Montag tagte der Entwicklungs- und Planungsausschuss (EPA) des Stadtrats. Die Sitzung war eigens anberaumt worden, um mit der Zentrumsentwicklung sowie dem Wohnungsbauprojekt an der Banater Straße (ehemaliges Lorenz-Areal) voranzukommen. Doch die Beratung musste verschoben werden. Die Abwägung der eingegangenen Einwände dauert länger als erwartet.

Vier Wochen lang lagen die vorhabenbezogenen Bebauungspläne für die Grundstücke Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 (Krämmel) sowie Egerlandstraße Egerlandstraße 58 bis 74 (Baugenossenschaft) öffentlich aus. Die alten Häuserzeilen sollen wie berichtet abgebrochen werden. Stattdessen sollen neue Stadthäuser mit entsprechendem Parkraum entstehen.

Zwei Drittel der Stellungnahmen sind abgearbeitet

Zu diesen Plänen gingen laut Jochen Sternkopf 38 Stellungnahmen von Behörden und Bürgern ein. „Von der Anzahl her ist das nicht viel“, erklärt der Bauamtsleiter. Es seien aber sehr viele lange und dezidierte Stellungnahmen dabei. Diese Einzelargumente gelte es alle abzuwägen. „Zu zwei Dritteln sind wir fertig“, so Sternkopf. Für den Rest fehlte jedoch bis Montag die Zeit. Deshalb soll die Behandlung der Bedenken und Anregungen nun in der EPA-Sitzung am Dienstag, 18. Oktober, erfolgen.

Auch das Wohngebiet an der Banater Straße hängt in der Warteschleife

Gleiches gilt für das geplante Wohngebiet an der Banater Straße. Das Projekt steht in engem Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung. Erst wenn auf dem ehemaligen Lorenz-Areal Ersatzwohnraum geschaffen ist, kann die Baugenossenschaft ihre Häuserzeile an der Egerlandstraße abbrechen. In Summe sind auf dem Gelände 600 bis 700 Wohnungen geplant: jeweils 30 Prozent Sozial- und Mietwohnungen sowie 40 Prozent Eigentumswohnungen. Zu diesem Vorhaben gingen im Bebauungsplanverfahren 25 Stellungnahmen ein. Auch diese werden nun in der Sitzung am 18. Oktober behandelt.

Krämmel zieht Bauantrag vorerst zurück

Ziel der Stadt war es, alle drei Bebauungsplanverfahren noch vor Weihnachten zum Abschluss zu bringen. Jetzt hat sich alles um vier Wochen verzögert. Als Konsequenz daraus hat die Eigentümerfamilie Krämmel den Bauantrag für ihr neues Stadthaus am Karl-Lederer-Platz vorerst zurückgezogen. Dieser sollte eigentlich am Dienstagabend im Bauausschuss behandelt werden.

Sabine Schörner

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