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Lagebesprechung: 55 Einsatzkräfte arbeiteten bei der Großübung auf dem Pulcra-Gelände Hand in Hand.

55 Einsatzkräfte rücken aus

Alarm in der Chemiefabrik - es war nur eine Übung

Geretsried - Der Alarm lief kurz nach 19 Uhr ein: Chemieunfall bei der Firma Pulcra am Isardamm. Doch für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Es handelte sich um eine angekündigte Großübung.

Dass die Großübung nur wenige Tage nach dem Unglück bei BASF in Ludwigshafen stattfindet, "ist reiner Zufall“, erklärt Erik Machowski, Zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Geretsried und Organisator der Übung. Es brauche Zeit, einen solchen Einsatz auf die Beine zu stellen. Bereits vor vier Wochen begann die Vorbereitungen. Beteiligt waren die Betriebsfeuerwehr von Pulcra, das Bayerische Rote Kreuz, Vertreter von Stadt, Landratsamt und Polizei sowie der Fachberater für ABC-Gefahren, Rene Mühlberger.

Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit zwischen der Betriebsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Geretsried zu trainieren, um im Ernstfall optimal und schnell Hilfe leisten zu können. „Als Schadensfall haben wir eine Leckage an einem Container angenommen“, beschreibt Gerhard Kudjer von Pulcra Chemicals die angenommene Lage vor Ort. „Zudem wird eine Person vermisst.“

Eine große Aufgabe für die 55 Einsatzkräfte aus beiden Wehren unter der Führung des Einsatzleiters Sven Glatter (Feuerwehr Geretsried) und dem Leiter der Betriebsfeuerwehr, Erich Holzer. So müssen in kürzester Zeit Abschnitte wie die Sicherstellung des Brandschutzes, Schaffung einer Möglichkeit zur Dekontamination und natürlich die Abdichtung des Lecks geschaffen werden.

Knapp zwei Stunden später ist der Spuk vorbei und die Übung beendet. Alle Seiten zeigen sich mit dem Ablauf zufrieden. Machowski: „Wir können uns eine Wiederholung durchaus vorstellen.“

Von Sabine Hermsdorf-Hiss

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