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Verdiente Persönlichkeiten des TuS Geretsried: Fußball-Abteilungsleiter Ibro Filan (li.) und „Hall of Fame“-Beauftragter Oliver Gasch (re.) mit (v. li.) Hans Rest, Jürgen Bender, Ernst Riedl und Alfred „Leo“ Hänseler. 

Fußball

Gründungsmitglied, Trainer, Betreuer

Geretsried - Die TuS-Fußballabteilung hat vier Persönlichkeiten in die neu gegründete „Hall of Fame“ berufen.

Es war eine Idee von Oliver Gasch, dem ehemaligen Chef der Alt-Herren-Fußballer des TuS Geretsried, die jetzt umgesetzt worden ist – die Gründung einer so genannten „Hall of Fame“. „Wir wollen damit Personen für ihren beispiellosen Einsatz danken und ehren. Es gibt in der Fußballsparte viele Mitglieder und Freiwillige, die helfen, ohne ein offizielles Amt inne zu haben. Diese Leute haben tatkräftig den TuS-Fußball unterstützt und dadurch auch einen sehr großen Anteil an den Erfolgen gehabt. Diese Leistungen wollen wir anerkennen“, erklärt der 33-Jährige das Konzept. Sogar ein Wahlkomitee wurde gegründet, das über die Aufnahme der Persönlichkeiten befindet. In dem Gremium sitzen Abteilungsleiter Ibro Filan, Mondi Hattab (ehemaliger Jugendleiter), Martin Lechner (Nachwuchstrainer), Uwe Zeilinger (Betreuer der Ersten Mannschaft), Hans Hofmeister (langjähriger aktiver Spieler und Platzwart) sowie Gasch selbst.

Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden unlängst die ersten vier Nominierten für die „Hall of Fame“ vorgestellt und mit einer Laudatio geehrt. Für den Start konnte es nicht besser passen, als mit Ernst Riedl das noch einzige verbliebene Gründungsmitglied des TuS aufzunehmen. Der ehemalige Inhaber eines Sportgeschäftes in Gartenberg hatte sich am 12. April 1949 mit 29 anderen sportbegeisterten Personen zusammengefunden und den Turn- und Sportverein gegründet. Riedl erzielte übrigens auch im allerersten Fußballspiel das erste Tor – traf allerdings dabei ins eigene Netz. Trotzdem gewannen die TuS’ler am Ende mit 4:3 gegen den TSV Schäftlarn. Noch heute besucht der Jubilar so viele Partien wie möglich.

Nominiert wurde auch Hans Rest. Sein Heimatverein war der SV Bad Tölz und ein Wechsel nach Geretsried eigentlich unvorstellbar. Doch es gelang den Verantwortlichen in den 1980er Jahren erstmals, den ehrgeizigen Trainer zum TuS zu lotsen. Unter der Regie des heute 81-Jährigen gelangen den Geretsrieder Kickern zwei Aufstiege. Bei Rests zweiten Engagement erklomm man erstmals die Bezirksoberliga. Noch heute ist der Coach mit dem Klub verbunden. Bei seinen Besuchen im Isarau-Stadion wird gerne über die alten Zeiten geplaudert, vor allem über die legendären Mannschaftssitzungen im Gasthof Geiger.

Nie groß im Vordergrund steht Jürgen Bender. Der 74-Jährige erlebte in der Fußballsparte bislang fünf Abteilungsleiter und kümmerte sich um die Beschaffung der Container und Lagerräume auf dem Trainingsplatz auf der Böhmwiese. Überall, wo Hilfe benötigt wurde, war Bender zur Stelle. Noch heute ist der zuverlässige Pensionist bei den Heimspielen an der Stadionkasse tätig.

Weiterer Neuzugang in der „Hall of Fame“ ist Alfred Hänseler – der überall bekannte Betreuer und Medizinmann des TuS, der von allen nur „Leo“ gerufen wird. Jeder Spieler hat schon seine selbst gemixten Erfrischungsgetränke vor dem Spiel oder zur Halbzeitpause zu sich genommen, sich massieren, Verbände oder Tapes anlegen lassen. Kurzum. Ein „Medizinmann“ der alten Schule mit dem legendären Deuser-Koffer in der Hand, wie es sich kein Verein besser wünschen kann.

Bei der Vorstellung gab es für die Geehrten ein Präsent in Form eines Glasaufstellers. „In unserer Vereinsgaststätte Isarau werden wir zudem eine Ehrentafel mit den Mitgliedern der ,Hall of Fame’ installieren“, kündigte Oliver Gasch an.

Eduard Hien

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