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Gegen die Zentrumsumgestaltung am Karl-Lederer-Platz soll es ein Bürgerbegehren geben.

Jahresversammlung

Grüne gegen Bürgerbegehren am Karl-Lederer-Platz

„Ein Bürgerbegehren bringt nichts“, sagt der Orstverband der Grünen. Es gebe keine Alternative zur Umgestaltung des Zentrums.

Geretsried – Gegner des geplanten Krämmel-Baus am Karl-Lederer-Platz haben ein Bürgerbegehren angekündigt. In ihrer Jahresversammlung in der Pizzeria Il Soprano am Donnerstagabend zeigten die Mitglieder des Ortsverbandes der Grünen kein Verständnis für den Protest der Anwohner. „Was ist die Alternative?“, fragte Stadtrat Prof. Dr. Detlev Ringer in die kleine Runde. Und gab die Antwort gleich selbst: „Ruinen.“ Seiner Ansicht nach sei es dringend erforderlich, das Zentrum zu modernisieren und damit dem Leerstand von „verfallenden Häuserzeilen“ zuvorzukommen.

Keine Sorge vor feuchten Kellern

Ringers Stadtratskollegin Beate Paulerberg brach in diesem Zusammenhang eine Lanze für die Krämmel Familien GbR, die auf dem Karl-Lederer-Platz ein siebenstöckiges, sprich rund 27 Meter hohes Wohn- und Geschäftshaus errichten möchte. „Wenn nicht in die Höhe gebaut werden würde, müsste mehr grüne Fläche versiegelt werden“, gab sie zu bedenken. Außerdem lobte Paulerberg das Bemühen der Architekten, durch den Bau einer großen Tiefgarage mehr Autos von der Oberfläche des Karl-Lederer-Platzes zu verbannnen. Die von den Anwohnern geäußerte Sorge, dass es dadurch zu einer Aufstauung des Grundwassers und zu feuchten Kellern kommen könnte, teilt Ringer nicht. „Die Düker werden funktionieren“, ist er sich sicher. Wie berichtet sollen diese unterirdischen Wasserleitungen einen Aufstau verhindern.

Bürgerbegehren bringt nichts

Dass ein Bürgerbegehren das Projekt noch stoppen kann, bezweifelt der 67-Jährige. „Das bringt nichts“, prognostizierte Ringer. „Da geht es auch um bestehende Verträge, die nicht einfach rückgängig gemacht werden können.“ Volker Witte, Sprecher der Stadtratsfraktion, hält es zudem für möglich, dass der sogenannte Klotz nach der Fertigstellung auch von dem einen oder anderen Kritiker sogar positiv wahrgenommen werden wird. „Das Hochhaus wird transparent sein “, lobte er. „Das wird ein tolle Geschichte.“ Der Holzkirchner Bundestagskandidat Karl Bär hält die geplante Zentrumsumgestaltung ebenfalls für überfällig. „Gut, dass hier was passiert und in die Höhe gebaut wird“, sagte der 32-Jährige abschließend. Peter Herrmann

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