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Wärmte sich am Lagerfeuer: Der neue Kreis-Vorstand der Grünen Jugend mit (hinten v. li.): Beisitzer Yannik Sauerwein, Ortssprecher Simon Walter, organisatorischer Sprecher Jakob Koch, Social-Media-Beauftragtem Martin Sveikovski sowie (vorne v. li.) Ortssprecherin Nicol Mayr und Deeskalationsbeauftragter Elli Zendler.

Fundamentalisten am Feuer

Grüne Jugend positioniert sich zu aktuellen Themen

Geretsried – Im Juli des vergangenen Jahres gründete sich auf der Böhmwiese die Grüne Jugend im Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen. Da lag es nahe, dass auch die erste Jahresversammlung wieder im Freien stattfinden würde.

Weil das Thermometer derzeit abends aber nur noch einstellige Werte anzeigt, entfachte Ortssprecher Simon Walter im Garten seines Vaters am Isardamm ein Lagerfeuer.

Dass die Bierbänke um kurz nach 20 Uhr noch weitgehend leer blieben, beunruhigte Walter nicht. „Bei uns trudeln die Leute immer nach und nach ein“, gab er sich gelassen. Und tatsächlich waren nach gut einer Stunde kaum noch Plätze an der Feuerstelle frei. Simon Walter und Jakob Koch, Sohn des Dritten Landrats Klaus Koch, sprachen dabei Themen an, die nicht nur der Grünen Jugend besonders am Herzen liegen dürften: die Schaffung von mehr günstigem Wohnraum, der Kampf gegen die vermeintliche Bildungsungerechtigkeit, die Umsetzung der Energiewende sowie das Engagement für die Legalisierung von Cannabis.

Schnell wurde deutlich, dass sich der grüne Nachwuchs eher nicht zum realpolitischen, sondern mehr zum fundamentalistischen Flügel der Fraktion rechnet. „Wir wollen alles dafür tun, den Freistaat Bayern etwas linker zu machen“, kündigte Koch an. Simon Walter erklärte sogar, dass er sich demnächst in einem anarchistischen Seminar „weiterbilden“ möchte.

Ein Dorn im Auge sind den jungen Grünen vor allem die Aktionen der so genannten Identitären Bewegung, die jüngst ein zerstörtes Gipfelkreuz am Schafreiter bei Lenggries durch ein neues ersetzt hat. „Dabei wird oft vergessen, dass das eigentlich Rechtsradikale und Rassisten sind“, ärgerte sich Ortssprecher Walter.

Ihre Thesen und Stellungnahmen zu aktuellen Problemen will die Grüne Jugend demnächst noch mehr über soziale Online-Netzwerke wie Facebook verbreiten. Beleg dafür ist die erstmalige Wahl eines Social-Media-Beauftragten. Den Posten übernimmt Martin Sveikovski. Zudem wurden Simon Walter und Jakob Koch in ihren Ämtern als Ortssprecher beziehungsweise organisatorischer Sprecher bestätigt. Unterstützt werden sie von Ortssprecherin Nicol Mayr, der Deeskalationsbeauftragten Elli Zendler sowie den Beisitzern Yannik Sauerwein und Lisa Duka.

Bei Salat, Spezi, Bio-Bier und Baguette ließ die Grüne Jugend ihre Jahresversammlung am Lagerfeuer gemütlich ausklingen.

ph

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