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Frisches Obst und Gemüse: Seit einem Monat findet der Grüne Markt an der Egerlandstraße statt.

Seit einem Monat

Grüner Markt: Warum an diesen neuen Standort viel mehr Kunden kommen

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Vor einem Monat ist der Grüne Markt an die Egerlandstraße umgezogen. Wir haben den Markt besucht und mit Händlern und Kunden gesprochen. Was gut läuft - und wo es noch hakt.

Geretsried – Mit dem Münchner Stachus lässt sich der Betrieb an diesem Dienstagvormittag wohl nicht vergleichen. Aber am Grünen Markt ist zumindest so viel los, dass sich vor dem Käse- Gemüse- und Kartoffelstand eine beachtliche Schlange gebildet hat. Hier ratschen zwei Frauen mit ihren Einkaufskörben im Arm, dort bestellt ein Herr einen „großen Stinker“.

Alter Platz war nicht gut fürs Geschäft

Gestunken hatte den Fieranten vom Grünen Markt der Standort im Rathausinnenhof, in den sie aufgrund der Baustelle am Karl-Lederer-Platz ausweichen mussten. „Da waren wir manchmal stundenlang und haben Kaffee getrunken“, sagt Frank Schiffner vom Tiroler Bauernstandl – nett für die Händler, aber nicht gut fürs Geschäft. Seit einem Monat reihen sie ihre Wagen, sieben sind es am gestrigen Dienstag, nun wie Cocktailtomaten am Strauch an der Egerlandstraße auf – zwischen Ständen und Ladenzeile entsteht so ein länglicher Marktplatz.

Schiffner hat mit seinem Stellplatz an der Kopfseite den besten Blick auf das Geschehen. Ob der neue Standort wirklich besser ist als im Rathausinnenhof, traut er sich noch nicht deutlich zu sagen. „Aber es fühlt sich schon besser an.“ Er merke, dass der Grüne Markt an der Egerlandstraße gesehen wird.

Die meisten Stammkunden blieben den Händlern treu. Jetzt werden sie aber auch von der Laufkundschaft gefunden. „Wir sind nicht mehr so versteckt“, sagt Benedikt Reeh vom gleichnamigen Fisch- und Feinkostgeschäft, während er eine Bestellung für nächste Woche notiert. Das sei für die umliegenden Geschäfte zuträglich und umgekehrt. Über die Laufkundschaft freut sich auch Barbara Berchtold vom Fischerhof. „Es ist besser als hinten“, sagt sie. Tina Gloning von Kartoffeln Reiner hat im vergangenen Monat Kunden wiedergesehen, die lange nicht mehr da waren. „Es läuft ganz gut.“

Erst im Frühling kann man Bilanz ziehen

Insgesamt aber, da sind sich die Händler einig, sei es noch zu früh, um das Gefühl mit Zahlen zu belegen. „Der Winter ist immer eine ruhige Zeit“, gibt Adrian Weber von Frutalino zu bedenken. Erst im Frühling könne man eine eindeutige Bilanz ziehen, findet auch Gloning. „Es ist auf jeden Fall nicht schlechter“, ergänzt Christine Kreidl von Feinkost Moser.

Bei den Kunden, die trotz des trüben Wetters auf den Markt gekommen sind, kommt der jetzige Platz jedenfalls gut an. „Hier kann ich gleich mehr erledigen, ohne mein Rad nochmal umparken zu müssen“, sagt eine 75-Jährige, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Irmgard Stumpfhauser (66) geht immer zu Fuß auf den Markt. „Am angenehmsten war es auf dem Karl-Lederer-Platz, aber man kann es ja nicht ändern“, sagt sie. „Hier ist genug Platz“, findet Günter Gabsa (80), der gerade die Eier in seinem Korb verstaut, die seine Frau gekauft hat. „Wir haben sofort einen Parkplatz gefunden.“

Nicht jeder hält sich ans Halteverbot

Über die Stellplatzsituation im Geretsrieder Zentrum sind immer wieder Klagen zu hören. Die Stadt hat zum Ausgleich für die derzeit nicht verfügbaren Flächen am Karl-Lederer-Platz Ersatz im Rathausinnenhof und auf der Böhmwiese geschaffen. Zusätzliche Parkplätze sind zudem an der Egerlandstraße geplant.

Für den Grünen Markt ist dienstags zwischen Lenauweg und Fasanenweg Halteverbot. Daran hält sich nicht jeder. An diesem Dienstag musste Benedikt Reeh über die Polizei den Halter eines Fahrzeugs ermitteln lassen, bevor er seinen Fischwagen platzieren konnte.

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