Lawinenabgang im Berchtesgadener Land - Großeinsatz

Lawinenabgang im Berchtesgadener Land - Großeinsatz
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Bezugspunkt: In Anlehnung an die Wohnblöcke auf dem Nachbargrundstück (im Hintergrund) sollen am Isardamm 133 zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit 34 Wohnungen entstehen. Dahinter sind zwölf Reihenhäuser geplant.

Ausschuss segnet Bauantrag ab

46 neue Wohneinheiten am Isardamm

Geretsried - Am Isardamm entsteht eine neue Wohnanlage mit insgesamt 46 Wohneinheiten. Die Anwohner sind wenig begeistert.

Für die aufgebrachten Anwohner auf den Besucherrängen war die Entscheidung nur schwer nachzuvollziehen. Obwohl auch der Bauausschuss wenig Gefallen an den Plänen fand, stimmte er am Dienstagabend einer neuer Wohnanlage am Isardamm 133 zu. Dort sollen zwei Mehrfamilienhäuser sowie zwölf Reihenhäuser mit insgesamt 46 Wohneinheiten entstehen.

Bis Anfang des Jahres stand auf dem knapp 5000 Quadratmeter großen Grundstück nur ein alter Bunker. Die Firma Böhm & Meinl stellte dort Metallblasinstrumente her. Im Februar wurde das Gebäude abgebrochen und das Grundstück abgeholzt. Nun will die Baufirma Krämmel dort eine neue Wohnanlage errichten. Zur Straße hin sind zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit einmal 14 und einmal 20 Wohnungen geplant, dahinter zwei Reihenhauszeilen mit je sechs Häusern. Für die gesamte Anlage sind 80 Stellplätze erforderlich. 69 werden in einer Tiefgarage nachgewiesen, elf entstehen oberirdisch.

"Man hätte eine charmantere Lösung finden können"

Im Bauausschuss stießen die Pläne auf wenig Begeisterung. „Wie kann man denn Reihenhäuser so nah an Mehrfamilienhäuser klatschen?“, fragte Stadtrat Dominik Irmer (Freie Wähler). Ihm sei bewusst, dass Geretsried dringend Wohnraum brauche. Und natürlich wolle jeder Bauträger sein Grundstück ausreizen. „Aber man hätte eine charmantere Lösung finden können“, sagte Irmer, dem eine reine Reihenhaussiedlung besser gefallen hätte. Er persönlich jedenfalls würde sich dort kein Haus kaufen Die Anwohner quittierten Irmers Äußerungen mit Beifall. Vize-Bürgermeister Hans Hopfner (SPD), der in Vertretung von Michael Müller (CSU) die Sitzung leitete, musste sie darauf hinweisen, dass Beifalls- und auch Unmutsbekundungen nicht erlaubt sind. Hopfner wies auf die angespannte Wohnungssituation in Geretsried hin und gab zu bedenken, dass Häuser mit größeren Gärten „noch teurer“ wären.

"Es ist ein Wahnsinn, jeden Quadratzentimeter auszulutschen"

Wolfgang Möckel (CSU) nannte es einen „Wahnsinn, jeden Quadratzentimeter auszulutschen“. In München sei dies sogar „noch eine Stufe härter“, erklärte er. Dennoch werde man nicht umhin kommen, dem Vorhaben zuzustimmen. „Bei den Quadratmeterpreisen werden wir das auch noch öfter erleben“, sagte sein Fraktionskollege Ewald Kailberth. Viele aus der dritten und vierten Generation würden jetzt auf ihren Grundstücken umplanen.

Ablehnen konnte der Bauausschuss das Vorhaben im Prinzip nicht. Für das Grundstück gibt es keinen Bebauungsplan. Das heißt, die neue Wohnanlage muss sich in die umliegende Bebauung einfügen, was nach Aussage von Raimund Stumpfhauser vom Bauamt der Fall ist. Auf dem Nachbargrundstück stehen bereits zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser. Sollte die Stadt das Vorhaben ablehnen, „wissen wir, was passiert“, sagte Vize-Bürgermeister Hopfner. Das Landratsamt als Genehmigungsbehörde könnte das gemeindliche Einvernehmen ersetzen.

Als einzige gegen das Vorhaben stimmte Edith Peter (SPD). Sie saß vertretungsweise im Ausschuss und schlug vor, statt der Reihenhäuser nur kleinere Mehrfamilienhäuser zu bauen. Das hätte den Anwohnern allerdings noch weniger gefallen. Sie verließen nach der Entscheidung sichtlich verärgert den Sitzungssaal.

Sabine Schörner

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