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Zweimal Margherita bitte: Geschäftsführer Christoph Schramm, Marketingleiter Michael Götz und Produktionsleiter Alois Kozina (oben, v. re.) werfen einen prüfenden Blick auf die Tiefkühlpizzen, bevor sie verpackt werden.

Jetzt wird am neuen Standort produziert

Gustavo Gusto: Platz für 1000 Paletten Tiefkühlpizza

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Am neuen Geretsrieder Firmensitz wird im großen Stil produziert: Aktuell rollen täglich 50 000 tiefgekühlte Gustavo-Gusto-Pizzen vom Band. Und es soll noch mehr werden.

Geretsried – Der Umzug von der Spreestraße nach Gartenberg ist vollzogen, der Umbau noch nicht ganz. Provisorische Wände trennen die Bereiche, in denen Handwerker zu Gange sind, von der laufenden Produktion. Ein Teil der gut 130-köpfigen Belegschaft bringt dort die Teigrohlinge in Form. Anschließend werden sie von Hand auseinandergezogen – Stück für Stück. Nebenan wird mit vereinten Kräften gerade ein neuer „Slicer“ in die Halle geschoben. „Damit wird die Salami für die Pizza aufgeschnitten“, erklärt Franco-Fresco-Geschäftsführer Christoph Schramm beim Rundgang.

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Der Teig wird von Hand in Form gebracht.

Die Dimensionen im neuen Werk sind enorm. Gut zwölf Millionen Euro wurden unter anderem in den Maschinenpark, Kälteanlagen und Lagerhalle investiert. Letztere bietet Platz für 1000 Paletten Tiefkühlpizza. Den Ausstoß will Schramm bis Ende des Jahres auf 150 000 erhöhen und damit verzehnfachen. Grund dafür ist die deutschlandweite Nachfrage, die kaum bedient werden konnte. Wie berichtet gab es im Frühjahr in vielen Supermärkten keine Gustavo-Gusto-Pizzen mehr. Diese Zeiten sind vorbei, und es soll weiter expandiert werden. „Rewe schaltet uns jetzt massiv auf“, berichtet der Geschäftsführer. Bis Jahresende soll es die Pizza aus Geretsried in allen 3500 Rewe-Märkten geben – ebenso bei Edeka. Angefangen hat alles übrigens in Passau – mit einer Pizzeria, die Schramm 2003 direkt gegenüber der Universität eröffnete. Dort studierte er Betriebswirtschaftslehre.

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Korrekturen mit der Schöpfkelle.

Die Rohstoffe bezieht Franco Fresco hauptsächlich aus Bayern. „Uns sind Nachhaltigkeit und kurze Wege wichtig“, sagt Schramm. Nur das Olivenöl und die Tomaten kommen aus Italien. Neben Margherita, Salami und Schinken mit Champignon soll es bald die Sorten Salami Picante und Spinat-Ricotta geben. „Die Pizza Tonno wollen wir auch wieder ins Programm nehmen“, kündigt Marketingleiter Michael Götz an. „Dafür verwenden wir einen Thunfisch, der auf den Malediven einzeln von Hand geangelt wird“, ergänzt Schramm. „Ganz ohne Beifang und Überfischung.“

Dass Franco Fresco das ehemalige Betriebsgelände des insolventen Wurstwaren-Herstellers Sieber übernehmen konnte, ist eigentlich ein Glücksfall für das rasant wachsende Unternehmen. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz von 1,3 auf 6,3 Millionen Euro. Dieses Jahr will Franco Fresco die 30-Millionen-Euro-Marke knacken. Schramm: „Einen Neubau hätten wir niemals in so kurzer Zeit geschafft.“

Mitarbeiter gesucht

Franco Fresco sucht noch Mitarbeiter für die Bereiche Produktion, Einkauf, Disposition und IT. Bewerbungen sind per E-Mail an personal@gustavogusto.com möglich.

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