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Hat derzeit viel um die Ohren: Franco-Fresco-Geschäftsführer Christoph Schramm.

Interview Pizza-Produzent Christoph Schramm

„Gustavo Gusto“ zieht um: Chef spricht über Lieferengpässe und neue Sorten

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Bei Umzügen gibt es häufig Pizza für die Helfer. „Gustavo Gusto“ kann nur Wurstsemmeln anbieten - die Nachfrage nach den Tiefkühlpizzen ist gerade einfach zu groß. Mit dem neuen Standort soll der Hunger gestillt werden.

Geretsried – Auf „Gustavo Gusto“-Produzent Franco Fresco kommen turbulente Wochen zu: Das Unternehmen mit Sitz an der Spreestraße zieht auf das Gelände der ehemaligen Großmetzgerei Sieber in Gartenberg um – während des laufenden Betriebs. Keine leichte Aufgabe für den Firmenchef und seine Mannschaft, die am laufenden Band Tiefkühlpizzen produzieren. Im Gespräch mit unserer Zeitung verrät Geschäftsführer Christoph Schramm (39), wie es mit dem Umzug vorangeht.

Herr Schramm, im März wollen Sie mit Ihrem Unternehmen auf das ehemalige Sieber-Gelände umziehen. Wie laufen die Vorbereitungen?

Christoph Schramm: Die Vorbereitungen schreiten voran, aber natürlich sind wir nicht im Zeitplan. Zeigen Sie mir ein Unternehmen, das seinen Zeitplan einhält. Aber solange wir schneller sind als beim Berliner Flughafen, ist alles gut(lacht).

Woran liegt’s?

Christoph Schramm: Das Ganze ist sehr komplex, und unsere personellen Ressourcen sind überschaubar. Der Betrieb in der alten Halle muss weiterlaufen, und am neuen Standort müssen gleichzeitig die Maschinen eingebaut und perfekt auf uns eingestellt werden. Aber wir kämpfen uns durch.

Wie ist der Umzug organisiert?

Christoph Schramm: Da ein „Hard cut“ zu riskant wäre, haben wir uns schon vor längerer Zeit dazu entschlossen, den alten Standort an der Spreestraße aufrechtzuerhalten. Und es sieht eher danach aus, dass wir den alten Standort dauerhaft behalten werden.

Bei jedem guten Umzug gibt es Pizza für die freiwilligen Helfer. Wie ist das bei Ihnen?

Christoph Schramm: Das würden wir auch gerne machen, aber leider haben wir keine Pizzen übrig, weil die Nachfrage so groß ist. Bei uns müssen sich die Helfer dann wohl oder übel mit Wurstsemmeln begnügen.

In vielen Supermärkten gibt es derzeit keine Gustavo-Gusto-Pizzen. Sind das die Auswirkungen des Umzugs oder kommen Sie mit der Produktion nicht mehr nach?

Christoph Schramm: Derzeit produzieren wir rund 15.000 Pizzen täglich. Wie Sie schon bemerkt haben: Das reicht vorne und hinten nicht. Der Umzug ist für den Ausstoß natürlich nicht gerade förderlich. Aber in erster Linie liegt es tatsächlich an der immensen Nachfrage, die uns noch zu schaffen macht. Deshalb haben wir auch den Lagerverkauf von zwei auf einen Tag in der Woche beschränkt.

Das Grundstück an der Böhmerwaldstraße ist 13.000 Quadratmeter groß, die alte Sieber-Halle hat gut 3000 Quadratmeter. Reicht Ihnen das überhaupt?

Christoph Schramm: Sagen wir so: Es verschafft uns ein wenig Luft.

Wo in Deutschland gibt es die Gustavo-Gusto-Pizza überall? Welche Ketten und wie viele Märkte beliefern Sie zurzeit?

Christoph Schramm: Bei Rewe gibt es unsere Pizzen bisher in ganz Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Dortmund. Zudem bundesweit in den meisten großen Rewe-Center-Märkten. Bei Edeka findet man uns in Südbayern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auch in den Merkur-Märkten in Österreich sind wir bereits vertreten.

Derzeit gibt es vier verschiedene Pizzen. Sind neue Sorten geplant?

Christoph Schramm: Es gibt sie nur mit Mozzarella, mit Schinken und Champignons, mit Salami und mit Thunfisch. Letztere haben wir derzeit aus dem Programm genommen, um wenigstens die drei anderen Sorten noch halbwegs verlässlich liefern zu können. Zu den neuen Sorten: Salame Piccante wird als Revival und Spinaci e Ricotta als neue, leckere vegetarische Variante dieses Jahr hinzukommen.

Wie läuft die Suche nach neuen Mitarbeitern?

Christoph Schramm: Okay, aber wir benötigen noch viel mehr. Für die nächsten zwei Monate müssen wir noch mindestens 25 Mitarbeiter einstellen. Wir suchen überwiegend für die Produktion noch Leute.

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