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Die Stadt Geretsried gehört zu den größten Anteilseignern am Stromversorger 17er-Oberland-Energie. Nun kritisierte Walter Büttner das Unternehmen. Es verkaufe sich zu schlecht, so der SPD-Stadtrat. 

Stadtrat kritisiert 17er-Oberland-Energie 

Gutes Produkt, wenig Werbung

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SPD-Stadtrat Walter Büttner legte seinen Kollegen am Dienstag seine Stromrechnung vor. Zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme griff er, um Kritik an 17er-Oberland-Energie zu üben. Damit hatte Christian Eichberger, Geschäftsführer des Stromversorgers, wohl nicht gerechnet.

Geretsried – Eichberger war in die Sitzung gekommen, um von der für ihn erfreulichen Entwicklung des Unternehmens zu berichten. Die 17er-Oberland-Energie startete 2013 mit den Anteilseignern Geretsried, Wolfratshausen und Bad Tölz. „Mittlerweile sind wir auf 28 Gesellschafter angewachsen, das ist derzeit einzigartig in Deutschland“, so Eichberger. Er bekomme sogar Anfragen aus Husum und Stralsund, die das Modell nachbauen wollen. Die Stadtwerke Geretsried gehören seit vergangenem Jahr zu den größten Anteilseignern der 17er-Oberland-Energie. Die Zahl der Kunden steigt. „2014 hatten wir 2800 Kunden, aktuell sind es 12 472“, sagte Eichberger. Einige hätten ihre Verträge sogar bis 2021 abgeschlossen. „Wir sind mit dem Zuwachs recht zufrieden.“

Diese Begeisterung konnte Büttner nicht teilen. Er sehe sehr wenig Werbung in Geretsried. „Die Frage ist doch, wie wir die Leute ins Boot bekommen, für die wir diese Riesengesellschaft gegründet haben“, sagte der SPD-Stadtrat. „Machen Sie mir ein Angebot“, forderte er Eichberger mit Blick auf seine zu hohen Stromkosten auf. Büttner fragte auch in die Runde, wer Kunde sei – etwa zehn der 30 Stadträte hoben ihre Hand. „Ich breche eine Lanze für die 17er-Oberland-Energie“, erklärte Robert Lug (FW). Er sei zu dem Unternehmen gewechselt, weil eigens für ihn ein passendes Produkt gezimmert wurde. „Das ist ein Vorteil, der von Ihnen nicht beworben wird“, sagte er zu Eichberger. Auch Hans Ketelhut (CSU) äußerte seine Zufriedenheit als Kunde. „Man muss sich halt selbst hinbewegen, Sie könnten die Vermarktung noch besser machen“, riet er dem Geschäftsführer. Eichberger nahm die Kritik zur Kenntnis, bemerkte aber: „Unser Marketingbudget ist begrenzt, aber wir sind lokal präsent und vor Ort. Wir standen auch schon am Karl-Lederer-Platz.“

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