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Abschied von der Schulzeit: 132 Schüler des Gymnasiums nahmen am Freitag bei schwülwarmen Temperaturen in der Aula ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Der Kammerchor der Q12 sowie der Chor The Chordettes Q12 umrahmten die Feier.

"Die Türen stehen Euch offen"

Schüler erhalten Abiturzeugnisse

Geretsried - 132 Schüler haben ein Ziel erreicht, auf das sie lange hingearbeitet haben. Am Freitagvormittag nahmen die Abiturienten des Gymnasiums ihre Zeugnisse entgegen. Bei 27 Jugendlichen war die Freude besonders groß. Sie erreichten eine Eins vor dem Komma.

Viermal konnte Schulleiter Dr. Hermann Deger heuer sogar ein Zeugnis mit der Traumnote 1,0 unterschreiben. Der Durchschnitt des Jahrgangs sei mit 2,43 zwar kein „Traumergebnis“. Auf ihre Leistung könnten die Absolventen dennoch mit Recht stolz sein.

Der stellvertretende Landrat Thomas Holz erkannte Parallelen zwischen der Schulausbildung und der derzeit laufenden Fußball-Europameisterschaft. Nach der Qualifikation in der Grundschule und der Gruppenphase in der Unter- und Mittelstufe, „habt Ihr nun auch die K.o.-Phase erfolgreich gemeistert“. Mit dem Abschlusszeugnis hielten die Absolventen „einen Blankoflugschein“ in der Hand. Wohin die Reise geht, „bestimmt Ihr selbst“, sagte er zu den Abiturienten. „Die Türen stehen Euch offen.“

Bürgermeister Michael Müller lobte die Jugendlichen für die bewiesene Lern- und Leistungsbereitschaft. Die Bildung, die die Schüler auf dem Weg zum Abitur gewonnen haben, beinhalte mehr als bloßes Faktenwissen. „Bildung ist auch die Fähigkeit, Meinungen, Informationen und Daten richtig einordnen und kritisch hinterfragen zu können.“ Davon könnten die jungen Erwachsenen ein Leben lang zehren. Der Rathauschef bat die Schüler, sich nicht nur für ihre eigene, persönliche Zukunft, sondern auch für die Gesellschaft zu engagieren. „Sie müssen nicht die Welt retten. Aber die Liste mit Dingen, für die es sich einzusetzen lohnt, ist lang“, sagte Müller.

Deutschlehrer Bernhard Lorenz blickte in seiner Rede zusammen mit den Absolventen auf „lange Jahre des Stillsitzens, frühen Aufstehens, Ermunterns und Benotens“ zurück. Doch nicht nur das: „Es waren auch spannende Jahre des Kennenlernens, des Meisterns von Herausforderungen und des Feierns von Erfolgen.“ Den größten davon bejubelten die 132 jungen Erwachsenen in der vollbesetzten Aula. Als sie ihre Abiturzeugnisse aus den Händen von Direktor Deger entgegennahmen, ballten einige Siegerfäuste, stießen Jubelschreie aus oder wischten sich Tränen aus den Augenwinkeln.

Nach zwölf Jahren fiel der Abschied von der Schulzeit nicht allen ganz leicht. „Auch wenn wir damit der Generalsanierung der Schule entfliehen können“, sagte Hanna Zanth mit einem Augenzwinkern in ihrer Abschlussrede. Die Schülerin habe während der langen Prüfungsvorbereitung häufig das Gefühl gehabt, Zeit zu verschwenden und sich die Frage gestellt: „Hat sich das alles für dieses Zeugnis gelohnt?“ Die Antwort lieferte die junge Frau selbst gleich mit: „Das Abitur ist mehr als nur die Hochschulreife.“ Mit Blick auf die Herausforderungen, die den Absolventen in ihrem Leben noch bevorstehen, ergänzte Hanna Zanth: „Wir sind bereit.“

Dominik Stallein

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