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Ein schöner Abschluss: Die Gymnasiastinnen basteln und spielen mit rund 40 Grund- und Mittelschülern in der Aula.

Geretsrieder Gymnasium

Integrationsprojekt schweißt Kinder zusammen

Geretsried – Im dritten Jahr ist das Praxis (P)-Seminar zum Thema Integration unter der Leitung von Anita Bittner und Janine Quien am Geretsrieder Gymnasium aktueller denn je. Zum Abschluss luden die Schülerinnen der Q12 ihre Schützlinge zu einem Spiele- und Bastelnachmittag in die Aula des Schulzentrums ein. Es kamen etwa 40 Grund- und Mittelschüler mit Migrationshintergrund.

Seit gut einem Jahr treffen sich die zwölf Schülerinnen des P-Seminars – Jungs waren in diesem Jahrgang keine dabei – regelmäßig mit Grundschülern, Mittelschülern und einigen jüngeren Kindern der Asylbewerberunterkunft am Robert-Schumann-Weg. „Wir machen zusammen Hausaufgaben. Danach unternehmen wir noch was Schönes“, sagt Maria Wiedenmann.

Im Sommer hätten die Mädchen mit den Kindern zum Beispiel einmal eine Wasserschlacht veranstaltet. Eine Gruppe habe den Märchenwald in Wolfratshausen besucht, eine andere studierte in den Räumen des Jugendtreffs Ein-Stein in Geretsried ein Theaterstück ein. Das Stück, das davon handelt, dass ausländische neue Mitschüler sich oft schwer tun, Freunde zu finden, zeigten die Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren erstmals an dem Spielenachmittag. Mit den älteren Mädchen etwas auf die Beine zu stellen sei einfacher gewesen als mit den Grundschülern, sagt die 17-jährige Hannah Zanth. Ihr habe der Umgang mit den Schülern mit Migrationshintergrund und mit den jungen Asylbewerbern auf jeden Fall viel gebracht. Die Geretsriederin engagiert sich seit kurzem zusätzlich beim Projekt der Stiftung Startchance (siehe Kasten).

Miria Samhammer aus dem Seminar sagt, sie habe die von ihr betreuten Kinder richtig ins Herz geschlossen. „Wir waren alle beim Firmenlauf dabei. Das hat uns zusammengeschweißt“, erzählt sie. Für das diesjährige P-Seminar Integration haben sich auch einige Jungs aus der Q11 angemeldet. Wie Johannes Merker und Felix Pelz berichten, will das Seminar Kontakt zu den jungen Asylbewerbern herstellen, die in der Erstaufnahmestelle in der Turnhalle der Mittelschule untergebracht sind. Auch wenn diese nicht lange bleiben würden, wolle man gerne mal mit ihnen Fußball spielen oder ähnliches.

Die Gymnasiasten haben jedes Treffen mit ihren Schützlingen und deren Entwicklung in einem Portfolio dokumentiert. Bei einer späteren Bewerbung können sie auf die praktische Erfahrung verweisen.

tal

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