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Auf den Spieß und rein damit: Die Schüler des Gymnasiums ließen sich die Kostproben ihres neuen Caterers schmecken.

Vom Bauernhof auf den Tisch

Gymnasium: Neuer Mensa-Caterer mit besonderem Konzept

Geretsried – Am Geretsrieder Schulzentrum gibt es einen neuen Caterer für die Mensa. Im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ stellte sich der Betreiber des Konradhofs am Freitag den Schülern vor.

Der Konradhof befindet sich in Unering, das zu Seefeld gehört, etwa auf halben Weg zwischen Starnberger See und Ammersee. Seit 500 Jahren befindet sich der Hof in Familienbesitz. Landwirt Stefan Dellinger hat ihn vor zehn Jahren übernommen. „Als es damals in der fünften, sechsten Klasse hieß, ,Du wirst Landwirt‘, fand’ ich das ehrlich gesagt ein bisschen langweilig“, sagte Dellinger. „Deshalb hab’ ich alles so gestaltet, dass es mir gefällt.“ Aus der Landwirtschaft heraus entwickelte sich eine Metzgerei. Außerdem gibt es zwei Hofläden, und auch auf mehreren Wochenmärkten ist der Konradhof mit seinen Produkten vertreten.

Sie sind die Neuen: Patrick Eckl (li.) und Stefan Dellinger betreiben seit September die Mensa am Schulzentrum.

Dellinger forderte die Schüler auf, zu Hause ein Experiment zu machen: Sie sollen sich einen fertigen Nudelsalat kaufen, den mit einem selbst gemachten vergleichen und darauf achten, ob sie einen Unterschied schmecken. „Der Zuckergehalt und die Anzahl von Geschmacksverstärkern ist in einem gekauften Nudel- oder Fleischsalat im Becher zu hoch, sodass sie schnell müde und abhängig machen“, klärte er die Schüler auf. Zum Hofkonzept hatten sie kaum Fragen. Vielmehr wollten die Jugendlichen wissen, warum es keine Leberkassemmeln gebe. Und sie fragten nach glutenfreiem Essen mit entsprechenden Angaben.
 
Antworten lieferte Patrick Eckl, der dafür sorgt, dass in der Mensa am Schulzentrum alles glatt läuft. Er sei für die Vorschläge der Schüler offen. „Wir wollen nicht nur beste Qualität garantieren, sondern unser Sortiment auch an die Schüler anpassen“, kündigte Eckl an. Er forderte die Schüler auf, mit Anregungen und Wünschen zu ihm zu kommen. Außerdem informierte er die Gymnasiasten über das Produktionskonzept „Cook and Chill“: „Wenn am Montag in Gröbenzell gekocht wird, wird das fertige Essen innerhalb von 90 Minuten auf nur vier Grad heruntergekühlt“, erklärte der Fachmann. „Das Essen wird also gechillt und vom Mensapersonal am Dienstag regeneriert.“

Anschließend durften die Schüler Wiener Würstl, vegetarische Bulgur-Spieße und Nackensteak-Tomaten-Mozzarella-Spieße probieren. Vor allem letzteres kam bei den Schülern sehr gut an. „Bei uns zu Hause gibt es auch nur biologisches Essen, und die Wiener schmecken genauso“, meinte Johannes. Früher hätten sich die Schüler mittags auch am Kiosk verköstigen können, erklärte der 17-Jährige. Aber der schließt nun um 11 Uhr. Anschließend öffnet die Mensa ihre Pforten, die bis 15 Uhr den Hunger der Schüler stillt. Laut Johannes läuft die Ausgabe gut, und das Essen schmeckt. Nur mit der Bereitstellung von Snacks sei die Mensa noch ein bisschen überfordert. „Ich hoffe, dass sie das schnell in den Griff bekommen.“

Auch Schülerin Madeleine hat nichts am Essen des neuen Caterers auszusetzen. Nur: Wer in der Mensa essen will, muss sich vorher anmelden. „Könnte ich mich spontan entscheiden, würde ich vermutlich viel öfter hier essen“, meinte sie.

von Jessica Höck

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