Geretsried

„Haben unseren Torhüter allein gelassen“

Eishockey - ESC-Verteidiger Michael Wiedenbauer über die Niederlage gegen Pfaffenhofen und seiner Kandidaten für die Abstiegsrunde.

Über 400 Besucher sahen am Sonntagabend das Heimspiel des Geretsrieder Eishockeyteams gegen den EC Pfaffenhofen – darunter auch rund 80 Gästefans. Mit einem nachträglichen Weihnachtsgeschenk der Mannschaft an Trainer Florian Funk wurde es allerdings nichts. Gegen den möglichen Konkurrenten in der Abstiegsrunde verloren die River Rats mit 4:5. Nach der Niederlage unterhielt sich unser Mitarbeiter Eduard Hien mit Verteidiger Michael Wiedenbauer (23).

Michael Wiedenbauer, Verteidiger der Geretsrieder River Rats.

-Herr Wiedenbauer, die Niederlage gegen Pfaffenhofen war – wie schon die in der Vorwoche gegen die Wanderers Germering – wohl vermeidbar. Der Auftakt mit der 1:0-Führung war ja vielversprechend. Warum ist die Mannschaft im ersten Drittel dann doch noch so ins Hintertreffen geraten?

Der Auftakt mit dem Tor von Dominik Meierl nach fünf Minuten war super, endete aber im Endeffekt in einer Katastrophe. Wir haben die Pfaffenhofener viel zu viel schießen lassen, anstatt konsequent am Mann zu sein oder mal beim Schuss den Schläger reinzustellen. In dieser Phase haben wir unseren Torhüter David Albanese auch desöfteren allein gelassen.

-Im zweiten Spielabschnitt gab es dann trotz des zwischenzeitlichen 1:4-Rückstands eine überragende Aufholjagd. Was hat da die River Rats so beflügelt?

Wir sind wesentlich besser aus der Kabine gekommen und haben uns heran gekämpft. Dabei haben wir mehr Körper gespielt, waren nahe genug am Mann und fast immer einen Schritt schneller als im ersten Drittel. Die Tore haben wir uns wirklich hart erarbeitet.

-Aber warum reichte es am Ende nicht zur Verlängerung oder zum Penaltyschießen?

Es war am Ende ein individueller Fehler, der absolut vermeidbar war und zur Niederlage führte. Eigentlich ärgerlich, weil wir am Drücker und auf dem besten Wege waren, den einen oder anderen Punkt mitzunehmen. Ein Moment der Unachtsamkeit hat ausgereicht, dass wir uns das komplette Spiel kaputt machen haben lassen.

-Wie viele Punkte benötigt ein Klub in der Vorrunde, um in die Zwischenrunde zu gelangen und damit vorzeitig den direkten Klassenerhalt perfekt machen kann?

Ich denke, dass man in jedem Fall 31 Zähler benötigt. Es kann aber auch sein, dass 34 Punkte für Platz zehn und dem damit verbundenen Einzug in die Zwischenrunde reichen. Ich hoffe, dass wir bei der einen oder anderen Mannschaft noch zum Spielverderber werden. Denn wir spielen noch gegen Pegnitz und Buchloe. Die notwendigen Punkte gegen uns muss man sich hart erkämpfen. Das wird für den Gegner nicht zum Selbstläufer.

-Welche Vereine erwarten Sie neben den River Rats in der Abstiegsrunde?

Germering und Pegnitz sind für mich die ersten beiden Kandidaten. Buchloe ist derzeit auf keinem schlechten Weg, wird es am Ende meiner Meinung nach aber nicht schaffen. Ich glaube, dass Pfaffenhofen noch die Zwischenrunde erreicht. Es ist ein kompaktes Team und die augenblickliche Serie kommt ihnen entgegen. Die Ice-Hogs haben einen Lauf – wie man heute leider gesehen hat.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Eine Störung, aber nichts Dramatisches“
6,5 Hektar zerstörte Vegetation, ein Sachschaden in Höhe von mehreren 10.000 Euro: Der Brand am Mittwoch in den Isarauen war schlimm, aber die Natur wird sich bald …
„Eine Störung, aber nichts Dramatisches“
Pflanzaktion im Bergwald
50 Elsberren und 50 Tannen werden im Wolfratshauser Bergwald gepflanzt. Alle Waldfreunde sind aufgerufen, sich an der Pflanzaktion zu beteiligen.
Pflanzaktion im Bergwald
„Anarchisch glücklich sein“
Ganz Deutschland hat seine Melodien im Ohr: Hans Franek hat die Hymne des FC Bayern („Stern des Südens“) produziert, er komponiert Filmmusik und Werbejingles für …
„Anarchisch glücklich sein“
Lehrer auf zwei Brettern
Einst fuhr Michael Huber Skirennen im erweiterten Nationalkader – Nun zeigt er dem Nachwuchs, wie’s geht
Lehrer auf zwei Brettern

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare